vergrößernverkleinern
Martin Murray (l.) entschied acht seiner 21 Siege durch K.o.. © getty

Felix Sturm brennt auf den Kampf gegen den Briten, den er für "anfällig" hält. Aus dem Macklin-Fight habe er Lehren gezogen.

München - Ein blaues Auge, ein perfekt austrainierter Körper und Feuer in den Augen: Box-Champion Felix Sturm ist voll in seinem Element und brennt darauf, endlich wieder in den Ring steigen zu dürfen.

Am 2. Dezember verteidigt der WBA-Superweltmeister seinen Titel im Mittelgewicht in Mannheim (22.15 Uhr) gegen den Engländer Martin Murray. Sturms 40. Profikampf steht unter dem Motto "Ring on Fire".

"Ich will die Halle zum Kochen und den Ring zum Brennen bringen", sagte Sturm am Rande eines Pressetrainings in seinem Kölner Gym: "Die Zuschauer dürfen sich auf große Emotionen und einen spektakulären Kampfabend freuen. Ich gehe davon aus, dass ich den Gürtel behalten und meinen Gegner deutlich schlagen werde."

Vorbereitung läuft nach Plan

Beim Showtraining wirkte Sturm kraftvoll, explosiv und extrem fokussiert. Nach einem kurzen Aufwärmprogramm bearbeitete er zunächst vier Runden unaufhörlich und mit großer Schlaggewalt die Pratzen von Trainer Fritz Szdunek.

Anschließend trommelte er auf einen großen Sandsack ein, bevor die Trainingseinheit mit einer Kraft- und Koordinationsübung zu Ende ging. "Es läuft alles planmäßig. Ich bin mit seinem Zustand sehr zufrieden. Felix liegt sehr gut im Gewicht und hat auch in den ersten Sparrings einen hervorragenden Eindruck hinterlassen", sagte Szdunek.

Blaues Auge vom Training

Auch Sturm, der sich in einer Sparringseinheit bereits ein blaues Auge eingefangen hat und "noch drei Kilo" über seinem Kampfgewicht von 72,5 Kilogramm liegt, ist zufrieden.

"Wir trainieren hart und gehen ans Limit, da passiert so was schon mal. Bis jetzt war es eine perfekte Vorbereitung. Ich fühle mich sehr gut und ich freue mich riesig auf den Kampf gegen Murray", sagte der 32-Jährige, in dessen Profikarriere 36 Siege, zwei Niederlagen und ein Remis zu Buche stehen.

Gegen den drei Jahre jüngeren Engländer will Sturm vor allem wieder seine boxerischen Fähigkeiten ausspielen. "Ich bin schnell und technisch sehr versiert. Mal sehen, wie er damit klar kommt. Ich werde natürlich auch von Runde zu Runde mehr Druck aufbauen", sagte Sturm.

Herausforderer Murray steht auf Rang drei der WBA-Rangliste und hat seine 23 Profikämpfe allesamt gewonnen.

Sturm will aus dem letzten Kampf lernen

Mit einem klaren Sieg gegen Murray könnte sich der gebürtige Leverkusener für seinen umstritten Punktsieg Ende Juni gegen den Iren Matthew Macklin rehabilitieren.

"Der letzte Kampf lief nicht nach Plan. Aber ich habe meine Lehren daraus gezogen. Ich darf nicht die Brechstange auspacken", erklärte Sturm: "Murray ist ein guter Typ, er sieht ein bisschen aus wie ein Hooligan. Das lässt sich gut verkaufen." Allerdings sei der kampfstarke Brite auch am Körper sehr anfällig.

In Mannheim will Sturm sich aber vor allem auf sich selber konzentrieren und ein "richtiges Feuerwerk" abbrennen. Gleichzeitig hofft er, dass der Funke der Begeisterung auch auf die Fans überspringt. "Mannheim ist nicht New York, aber eine sehr schöne Stadt. Die Arena ist toll und ich hoffe, dass sie ein richtiger Hexenkessel wird", sagte Sturm.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel