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Felix Sturm gewann in seiner bisherigen Karriere 15 Kämpfe durch K.o. © getty

Voller Optmismus geht Felix Sturm in seinen 40. Profikampf. Gegen den Briten Murray will er eine jahrelange Dominanz einläuten.

Walldorf - Am Montag lieferten sich Felix Sturm und Martin Murray in einem Walldorfer Hotelraum namens "Saturn" ein Rededuell, am Freitag wollen sich beide Boxer gegenseitig mit den Fäusten ins All befördern.

"Dieser Kampf wird alles toppen. Die Vorbereitung war perfekt. So wohl habe ich mich noch nie gefühlt. Wenn ich das umsetzen kann, bin ich kaum zu schlagen", sagte WBA-Weltmeister Sturm mit Blick auf den WM-Kampf im Mittelgewicht in der Mannheimer Arena.

Der Engländer Murray sieht das naturgemäß ganz anders.

"Meine Fans werden den Kampf zu einem Heimspiel für mich machen. Felix ist schon lange ein großer Champion. Aber am Freitag ist es damit vorbei. Ich werde Sturm dominieren und den Titel holen. Davon träume ich seit Jahren", tönte der 29-Jährige, der seine bisherigen 23 Profikämpfe gewonnen hat und auf Platz drei der WBA-Rangliste steht.

"Den Fehler gemacht, diese Herausforderung anzunehmen"

Noch deutlicher wurde Murrays Manager.

"Felix hat den größten Fehler schon damit gemacht, diese Herausforderung anzunehmen. Martin ist topfit und wird sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, seine Zeit ist gekommen", sagte Neil Marsh wenige Tage vor dem Fight unter dem Motto "The Ring on Fire".

Um dem Kampf eine noch härtere Note zu verleihen, dürfen die "Söhne Mannheims" um Frontmann Xavier Naidoo im Vorprogramm mit ihrem Titel "Kill all Psychopaths" (Töte alle Psychopathen) auftreten.

Kampf gegen Macklin ist abgehakt

Als Psychopath präsentierte sich allerdings keiner der beiden Boxer im Hotel des Sturm-Teams direkt an der Autobahn zwischen Heidelberg und Mannheim.

Vor allem Sturm machte noch einmal deutlich, dass er aus seinem schwachen Auftritt zuletzt die Konsequenzen gezogen hat.

"Ich habe aus meinen Fehlern gelernt. Jeder große Champion macht mal einen schlechten Kampf, das ist abgehakt", sagte der gebürtige Leverkusener beim Blick zurück auf seine zehnte Titelverteidigung im Juni.

Der Punktsieg gegen den Iren Matthew Macklin war äußerst umstritten.

Zehn Wochen Vorbereitung

Damit Sturm nicht erneut auf das Wohlwollen der Punktrichter angewiesen ist, hat sich der 32-Jährige in seinem Kölner Gym wie noch nie zuvor gequält.

"Die zehn Wochen Vorbereitung waren optimal. Wir haben Murray studiert und haben die entsprechende Taktik erarbeitet. Wir sind bestens vorbereitet, um den Titel zu verteidigen", sagte Erfolgstrainer Fritz Sdunek.

"Ich kann jeden Gegner besiegen"

Der körperlich topfit wirkende Sturm, in dessen Karriere 36 Siege, zwei Niederlagen und ein Remis zu Buche stehen, denkt vor seinem 40. Profikampf auch an größere Aufgaben:

"Ich will meinen Titel verteidigen, um auch in Zukunft große Kämpfe machen zu können. Ich möchte meine Klasse noch fünf oder sechs Jahre dominieren und zeigen, dass ich jeden Gegner besiegen kann."

Sturm wirft seinen Kontrahenten "Geldgier" vor

Ob Sturm im Fall einer erfolgreichen Titelverteidigung vor den erwarteten 13.000 Zuschauern in Mannheim zukünftig zu Vereinigungskämpfen gegen die Weltmeister der anderen Verbände antreten wird, ist derzeit noch offen.

Zuletzt hatte Sturm seinen möglichen Kontrahenten vorgeworfen, dass ihre Geldgier solche Fights bisher verhindert hat.

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