Drei Runden, sieben mögliche Ergebnisse, 31 Verbote: Sport1.de erklärt die wichtigsten Regeln der Ultimate Fighting Championship

Die Kombination von Kampfsportarten (Mixed Martial Arts, MMA) reicht zurück bis zu den Olympischen Spielen in der Antike.

1993 wurde in den USA die Ultimate Fighting Championship (UFC) ins Leben gerufen. Ziel war es, aus den Meistern unterschiedlicher Kampfsportarten vom Boxen über Judo zum Sumo den ultimativen Champion zu finden.

Diese Kämpfe stießen auf Riesen-Interesse, aber auch Kritik. Der Slogan ?Es gibt keine Regeln? wurde den Veranstaltern zum Verhängnis: Unter Federführung von John McCain, dem Gegner von Barack Obama im Kampf um die US-Präsidentschaft, fand sich 1998 eine politische Mehrheit für ein Verbot des Käfigkämpfe im TV.

in 36 Staaten erlaubt

2001 erwarben die Brüder Lorenzo und Frank Fertitta mit dem Box-Promoter Dana White die UFC-Rechte und verpassten dem Sport ein Regelwerk.

Vier Jahre dauerte es bis zur Rückkehr auf die Bildschirme. Heute ziehen die Fights der harten Kerle im Pay-TV Millionen Fans in den Bann, und 36 Staaten haben die Events von der Verbotsliste gestrichen.

Sport1.de stellt die Regeln vor.

Die folgenden Griffe, Verhaltensweisen und Schläge sind verboten:

01. Kopfstöße

02. Stiche in die Augen

03. Beißen

04. Haareziehen

05. Fish Hooking (z. B. Einführen der Finger in Mund oder Nase des Gegners)

06. Tiefschläge

07. Fingerstechen in Körperöffnungen, Platzwunden oder Verletzungen des Gegners

08. Hebel/Griffe an kleinen Gelenken (Finger...)

09. Schläge auf Wirbelsäule oder Hinterkopf

10. Strikes (abwärts gerichtete Schläge mit der Spitze des Ellbogens)

11. Schläge auf den Hals sowie direktes Abwürgen der Luftröhre

12. Kratzen, Kneifen oder Verdrehen von Haut und Gewebe

13. Griffe die zum Bruch des Schlüsselbeins führen können

14. Tritte auf den Kopf eines am Boden liegenden Gegners

15. Knie-Attacken auf den Kopf eines am Boden liegenden Gegners

16. Sprünge mit Füßen voran auf einen am Boden liegenden Gegner

17. Fersentritte in die Nieren

18. Werfen des Gegners auf Kopf oder Nacken

19. Werfen des Gegners aus dem Ring oder dem eingezäunten Bereich

20. Festhalten von Hose oder Handschuhen des Gegners

21. Anspucken des Gegners

22. Unsportliches Verhalten, das zu Verletzungen des Gegners führt

23. Festhalten an der Octagon-Begrenzung (Maschendrahtzaun)

24. Beleidigungen im Ring oder im eingezäunten Bereich

25. Angreifen des Gegners während der Pause

26. Angreifen des Gegners, der sich in der Obhut des Ringrichters befindet

27. Angreifen des Gegners nach Ende einer Runde

28. Nichtbeachtung von Schiedsrichterentscheidungen

29. Feigheit, u. a. Vermeidung des Kontaktes mit dem Gegner, absichtliches oder wiederholtes Verlieren des Mundschutzes oder Vortäuschen einer Verletzung

30. Eingreifen der Sekundanten ins Kampfgeschehen

31. Handtuchwerfen während des Kampfes

Drei Kampfrunden

Die Wettkämpfe dauern drei Runden à fünf Minuten (fünf Runden bei UFC-Titelkämpfen).

Wird ein Kampf nicht vorzeitig beendet, wird ein Sieger durch drei Punktrichter ermittelt, die jede Runde durch dasselbe 10-Punkte-System bewerten, das beim Boxen angewandt wird.

Die Ergebnisse einzelner Kämpfe werden wie folgt entschieden:

01. Aufgabe eines Kämpfers durch Abklopfen oder verbale Aufgabe

02. Technischer K.o., bei dem der Ringrichter den Kampf abbricht

03. Entscheidung durch die Punktrichter

04. Technische Entscheidung

05. Technisches Unentschieden

06. Disqualifikation

07. Gegner tritt nicht an

Dopingprobe vor jedem Kampf

Die Kämpfer müssen sich vor jedem Kampf einem Drogentest unterziehen. Urinproben zur Doping-Kontrolle werden stichprobenartig nach Kämpfen genommen.

Kämpfer werden nach K.o.-Niederlagen von weiteren Fights suspendiert bis eine ärztliche Untersuchung ihnen Kampffähigkeit bescheinigt.

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