vergrößernverkleinern
Wladimir Klitschko (M.) geriet mit Dereck Chisora (r.) aneinander © imago

Nach der Titelverteidigung seines Bruders gegen Dereck Chisora macht Wladimir Klitschko seinem Ärger über den Briten Luft.

München - Ohrfeige, Spuck-Attacke, harsche Worte im Ring, Tumulte und ein Polizei-Arrest:

Der Kampf um den WBC-Titel in München zwischen Weltmeister Vitali Klitschko und Herausforderer Dereck Chisora schlägt hohe Wellen (520748DIASHOW: Klitschko vs. Chisora).

Nach der erfolgreichen Titelverteidigung seines Bruders, spricht Wladimir Klitschko über die Vorkommnisse vor, während und nach dem Kampf.

Er selbst wurde nicht nur indirekt von den vielfältigen Fehltritten des Briten Chisora in Mitleidenschaft gezogen, sondern unmittelbar vor dem Fight zum Opfer einer Wasserattacke durch "Del Boy".

(BERICHT: Klitschko verteidigt Titel - Eklat nach dem Kampf)

Frage: Was ist Ihr Fazit zum Kampf?

Wladimir Klitschko: Dereck Chisora hat gut Druck gemacht. Allerdings fehlt es ihm an Erfahrung. Nur fit zu sein, reicht in diesem Sport nicht und ich denke, dass sein verbeultes Gesicht am Ende auch gezeigt hat, wer heute der verdiente Sieger war. Natürlich habe ich bemerkt, dass Vitali mit seiner linken Hand nicht aktiv war, aber erst am Sonntag wissen wir mehr.

[kaltura id="0_d4a3mojp" class="full_size" title="Eklat auf der Pressekonferenz"]

Frage: Was führte zur Verzögerung des Kampfes?

Klitschko: Die Art, wie Chisora seine Hände bandagiert hatte, war gegen die Regel. Ich habe Chisoras Stab gesagt, dass sie das bitte ändern mögen. Dann gab es natürlich Diskussionen, woraufhin Chisora den Kampf canceln wollte. Er sagte, niemand habe ihn darüber informiert. So ein Verhalten geht gar nicht.

Frage: Unmittelbar vor dem Kampf hat Chisora Sie im Ring mit Wasser bespuckt?

Klitschko: Dass er mich mit Wasser bespuckt hat, wirft ein schlechtes Bild auf den Sport. Muhammad Ali, Rocky Marciano oder Max Schmeling haben über all die Jahre als Champions so viel für diesen Sport geleistet. Da ist das Verhalten von Dereck Chisora absolut respektlos dem Boxen gegenüber.

Frage: Was denken Sie über die Ohrfeige, die Chisora Ihrem Bruder vor dem Kampf verpasst hat? (BERICHT: Chisora ohrfeigt Klitschko)

Klitschko: Die Ohrfeige ist nicht akzeptabel. Er sollte zum Champion herauf schauen und ihm den nötigen Respekt zollen. Was im Ring passiert, steht auf einem anderen Zettel, aber außerhalb des Rings ist so ein Verhalten inakzeptabel. Er wird dafür büßen, denn er muss eine Strafe zahlen. Abseits des Spielfelds muss man sich mit Respekt behandeln - das ist in jeder Sportart so.

Frage: Auf der Pressekonferenz ist es zum Tumult gekommen. Ex-Weltmeister David Haye und Dereck Chisora waren involviert. Chisora soll eine Morddrohung ausgesprochen haben...

Klitschko: Chisora scheint mit Respekt ein riesiges Problem zu haben. Ich stimme in keinster Weise mit dem überein, was er gesagt hat. Er ruft David Haye hinterher, dass er ihn erschießen will? Es tut mir leid, aber das ist eine Straftat. So etwas hat im Sport nichts verloren. So etwas ist peinlich, widerlich und ich bin sehr enttäuscht. Es ist nicht das Ende des Boxens. Aber solche Menschen wie Dereck Chisora gehören nicht in diesen Sport. Der Sport hat nach so vielen Jahren mit all den Champions auch an Glamour zu verlieren. Heute war kein Glamour-Tag für den Box-Sport.

Frage: Angeblich planen Haye und Chisora nun einen Kampf gegeneinander, so dass der Gewinner Sie herausfordern kann?

Klitschko: Von mir aus sollen Haye und Chisora ruhig gegeneinander boxen. Ich werde mir das ganz entspannt von der Seite anschauen und dann entscheiden, was ich mache. (EINWURF: Jämmerliche Pausenhof-Gockel)

Frage: Wird aufgrund der Vorkommnisse Anzeige erstattet werden?

Klitschko: Die Worte die gefallen sind, die Spuck-Attacke und auch die Ohrfeige, all diese Dinge werden zur Anzeige gebracht. Solche Dinge müssen bestraft werden, denn das sind nicht die Regeln des Sports.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel