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Chance vertan: Juri Baraschian ist für seinen Kampf gegen Zsolt Erdei zu schwer © imago

Das Urteil über die WM im Halbschwergewicht ist gefällt, ehe überhaupt der erste Ringgong ertönt. Gefightet wird kurioserweise dennoch.

Magdeburg - Der ungarische Profiboxer Zsolt Erdei kann am Samstag in Magdeburg seinen WM-Gürtel im Halbschwergewicht des Verbandes WBO im Kampf gegen Herausforderer Juri Baraschian nicht verlieren.

Beim Wiegen am Freitag brachte der Ukrainer 80,6 Kilogramm auf die Waage und lag damit 1220 Gramm über dem erlaubten Limit von 79,38 kg.

Drei Stunden später beim Nachwiegen waren es nach einem Saunagang immer noch 920 Gramm zuviel.

Zsolt Erdei wird nun am Samstag zwar gegen Juri Baraschian in den Ring steigen, aber selbst bei einer Niederlage wäre er weiter Weltmeister.

Zweites Duell winkt

Baraschian würde sich mit einem Sieg allerdings das Recht auf ein zweites Duell mit Erdei erkämpfen, der zudem seine erste Niederlage im persönlichen Kampfrekord aufweisen würde.

Baraschian muss nun mit Konsequenzen seitens der WBO rechnen. Dies kündigte Verbandspräsident Paco Valcarcel aus Puerto Rico in Magdeburg bereits an. Welcher Art diese sein sollen, ließ er zunächst offen.

Erdei gewann den WM-Titel fast auf den Tag genau vor fünf Jahren in Karlsruhe mit einem einstimmigen Punktsieg über den Mexikaner Julio Cesar Gonzalez und verteidigte ihn seitdem zehnmal erfolgreich.

Duell der Ungeschlagenen

Baraschian ist ehemaliger Europameister und schlug im Februar 2008 den Berliner Thomas Ulrich in einem EM-Kampf in der achten Runde K.o.

Der ehemalige WM-Kandidat Ulrich sollte im Vorprogramm in der Bördelandhalle sein Comeback nach der schweren Niederlage gegen den 29 Jahre alten Rechtsausleger geben.

Der mittlerweile 33 Jahre alte Berliner musste aber am Donnerstag den Fight im höheren Cruisergewicht gegen den in 19 Profikämpfen ungeschlagenen Münchner Armin Dollinger wegen einer fiebrigen Erkältung absagen.

Weiterer WM-Kampf

Zweiter WM-Kampf der Veranstaltung ist das Duell der Universum-Stallkollegen Denis Inkin (Russland) und Karoly Balszay (Ungarn) im Supermittelgewicht um den WM-Titel der WBO.

Beide Boxer sind noch ungeschlagen. Inkin konnte 34 Erfolge erzielen, Balszay siegte 19-mal. Für Inkin, der den vom walisischen Superstar Joe Calzaghe niedergelegten Gürtel im September in Hamburg gewann, ist es die erste Titelverteidigung.

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