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Zsolt Erdei (r.) feierte gegen Juri Baraschian seinen 30. Sieg im 30. Profi-Kampf © getty

Zsolt Erdei und Karoly Balzsay feiern eine ungarische Boxnacht und bleiben unbesiegt. Für Erdei war es aber nur ein Schaulaufen.

Magdeburg - Am Ende des ungarischen Abends in Magdeburg trug ein Weltmeister den anderen auf den Schultern durch den Boxring.

Erst gewann Zsolt Erdei seinen WBO-Kampf gegen Juri Baraschian (Ukraine) einstimmig nach Punkten, dann konnte er auch noch den WM-Sieg von Karoly Balzsay gegen Titelverteidiger Denis Inkin (Russland) bejubeln.

Anschließend hob er seinen Landsmann überschwänglich in die Höhe.

Party in der Heimat

"Ich habe mich in den Kampf von Karoly reingelebt. Es war fast so, als hätte ich selbst geboxt", sagte Halbschwergewichts-Champion Erdei, und der neue Supermittelgewichts-Weltmeister Balzsay ergänzte nach seinem ebenfalls einstimmigen Punktsieg:

"Jetzt werden wir zusammen nach Ungarn fahren und die Party in unserer Heimat genießen." Möglicherweise wird das Duo seine Titel nun bei einem gemeinsamen Kampfabend in Ungarn verteidigen.

Kampf ohne Risiko

Das Duell mit Baraschian war für Erdei allerdings mit keinem Risiko verbunden. Der Herausforderer hatte das Kampfgewicht von 79, 38 kg um 900 Gramm überschritten und hätte dem Champion den WM-Gürtel selbst im Falle eines Sieges nicht abnehmen können.

Doch Erdei wollte keine Zweifel aufkommen lassen und zeigte eine Weltklasse-Leistung.

"Durch das Übergwicht meines Gegners hat sich für mich nichts verändert. Ich wollte den Zuschauern etwas bieten. Ich bin sehr glücklich und stolz, dass es geklappt hat", meinte Erdei nach seinem 30. Sieg im 30. Profifight.

Balzsay kann es nicht glauben

Der in 20 Kämpfen ebenfalls noch unbesiegte Balzsay erlebte den Erfolg gegen seinen Stallgefährten Inkin derweil emotionaler.

"Ich kann es immer noch nicht glauben. Ich habe immer noch Angst, aus einem Traum aufzwachen und dann wieder ohne WM-Gürtel dazustehen", sagte der 29-Jährige, der Inkin in dessem 35. Fight die erste Niederlage zufügte.

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