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Cruisergewichtler Alexander Alexejew stammt aus Usbekistan © imago

Alexander Alexejew kämpft um einen Interims-WM-Titel im Cruisergewicht. Doch Sdunek hat Größeres mit dem Wahl-Hamburger vor.

Düsseldorf - Federgewichts-Weltmeisterin Ina Menzer und WM-Titelaspirant Alexander Alexejew (Russland) stehen nach der Absage des geplanten Fights von Halbschwergewichtler Jürgen Brähmer (Schwerin) im Mittelpunkt der Profibox-Veranstaltung am Samstag (22 Uhr/live im ZDF) in Düsseldorf.

Die Mönchengladbacherin Menzer verteidigt ihre WBC- und WIBF-Gürtel gegen die Niederländerin Esther Schouten.

Der Wahl-Hamburger Alexejew tritt im Kampf um den Interims-WM-Titel der WBO im Cruisergewicht gegen den Argentinier Victor Emilio Ramirez an.

Laufbahn wegen Krebs unterbrochen

Während Menzer in 22 Profifights noch ungeschlagen ist und neunmal vorzeitig gewann, weist ihre Gegnerin einen Kampfrekord von 22 Siegen (elf durch K.o.), vier Niederlagen und einem Unentschieden auf.

Allerdings war Schouten schon einmal Weltmeisterin, ehe sie vor zwei Jahren an Lymphdrüsenkrebs erkrankte und ihre Karriere unterbrechen musste.

Nach 18-monatigem Kampf gegen den Krebs will sie sich nun dem WM-Titel zurückholen: "Ina kann sich auf einen harten Kampf gefasst machen."

Sdunek schwärmt

Derweil will sich der in 16 Kämpfen unbesiegte Alexejew erstmals den WM-Titel holen. Obwohl sein Gegner Ramirez von 14 Kämpfen erst einen verlor, gilt der Schützling von Trainer Fritz Sdunek als Favorit.

Der Coach, der schon Dariusz Michalczewski und die Klitschko-Brüder zu WM-Titeln führte, schwärmt von seiner neuen Entdeckung: "In zwei, drei Jahren ist das der Mann, der auch die Klitschkos schlagen kann."

Zwangspause für "Knastboxer"

Eine unfreiwillige Pause muss dagegen Brähmer machen. Wegen einer Schnittwunde am Kopf, die er sich bei einem Unfall an Silvester zuzog (zum Artikel: Silvester-Unfall stoppt Brähmer), kann der 30-Jährige zwei Monate nach seinem verlorenen WM-Kampf gegen WBA-Weltmeister Hugo Hernan Garay aus Argentinien nicht wie geplant in den Ring zurückkehren.

Der ehemalige Häftling Brähmer hätte in Düsseldorf gegen den Amerikaner Rubin Williams boxen sollen.

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