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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Charr (l.) hat bislang erste eine Karriere-Niederlage auf dem Koto, Haye (r.) schon zwei © getty

Im Juni steigt der Diamond Boy gegen den britischen Ex-Weltmeister in den Ring. Eine Niederlage verbindet die beiden Boxer.

München - Manuel Charr bekommt seinen Kampf gegen den britischen Ex-Weltmeister David Haye.

Der Kölner wird am 29. Juni in Manchester gegen den früheren WBA-Champion im Schwergewicht antreten. Das bestätigt der Promoter des "Haymakers" auf Twitter.

Der 28-jährige Charr hatte Haye (32) zuletzt wiederholt öffentlich herausgefordert. "Ich habe gehört, dass Haye immer noch nach einem Gegner für seinen nächsten Kampf sucht. Ich bin hier und warte nur auf ihn", war von Charr zu hören. Jetzt erhält der "Diamond Boy" seine Chance.

Comeback nach einem Jahr Pause

Beide Boxer verbinden Niederlagen gegen die Klitschko-Brüder. Charr hatte im vergangenen Jahr in Moskau gegen WBC-Weltmeister Witali Klitschko verloren. Ein Jahr zuvor musste Haye seinen WBA-Gürtel an Wladimir Klitschko abgeben.

Haye steigt nach einer fast einjährigen Pause wieder in den Ring. Am 14. Juli 2012 besiegte der ehemalige WBA-Weltmeister seinen Landsmann Dereck Chisora in London durch technischen K.o. in Runde fünf.

Nun wird Manuel Charr die erste Hürde auf dem Wegs des Ex-Weltmeisters, an dessen Ende ein weiterer WM-Kampf gegen einen der Klitschko-Brüder stehen soll.

"Ein Zeichen für den Frieden setzen"

Charr, der gegen "Dr. Eisenfaust" seine einzige Niederlage als Profi kassierte, will mit dem Kampf einen Teil zum Frieden in seiner syrischen Heimat beitragen.

"Ich möchte ein Zeichen für den Frieden setzen. Deswegen habe ich mich entschieden, die Hälfte meiner Kampfbörse für Friedensprojekte und für die Menschen in Syrien zu spenden, wenn David Haye gegen mich boxt", hatte er Ende März erklärt.

Herausforderer Charr wurde unter dem Namen Mahmoud Omeirat Charr in Beirut (Libanon) geboren und wuchs in Syrien auf. Er verlor seinen Vater im Bürgerkrieg und musste als Kind nach Deutschland fliehen.

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