vergrößernverkleinern
Sturm (r.) verlor den Kampf gegen Soliman knapp, aber einstimmig nach Punkten © getty

Der Australier wird wegen Amphetaminen gesperrt, das Ergebnis aus dem Sturm-Kampf annulliert. Der Leverkusener jubelt und hofft.

München - Felix Sturm hat die Rückkehr auf den WM-Thron wieder vor Augen. Wie der Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) ankündigte, werde Sturms Bezwinger Sam Soliman für neun Monate gesperrt.

Zudem soll das Ergebnis aus dem Kampf vom 1. Februar annulliert werden. Das berichtet das "BoxSport-Magazin".

"Soliman gesperrt. Jetzt kann ich mit meiner Vorbereitung richtig loslegen. Zeit, wieder Champion zu werden", twitterte Sturm erfreut.

Der Weltverband IBF kündigte an, dass er sich der Sperre anschließen werde. "Wir werden der Entscheidung des BDB folgen", sagte Lindsey Tucker, Wettkampf-Chef der IBF: "Sturm erhält einen neuen Ausscheidungskampf."

Neunmonatige Sperre

Der BDB sperrt Soliman lediglich für neun Monate. Wie BDB-Präsident Thomas Pütz (Hamburg) urteilte, habe der Australier das verbotene Amphetamin Oxilofrin nicht bewusst zur Leistungssteigerung eingenommen.

Soliman hatte beteuert, dass sein Nahrungsergänzungsmittel mit dem Amphetamin verunreinigt gewesen sei.

Ausscheidungskampf zum Greifen nahe

Der Ausgang des Kampfes zwischen Sturm und Soliman war am 1. Februar umstritten. Soliman war der aktivere Kämpfer, die klareren Treffer landete Sturm.

Der schon 39 Jahre alte Soliman überraschte im Ring durch eine enorme Energieleistung, die im Nachhinein durch die Einnahme der unerlaubten Substanz zu erklären wäre.

Sollte Sturm einen neuen Ausscheidungskampf bekommen, ist der WM-Gürtel wieder greifbar nah. Im Falle eines Sieges dürfte er gegen den Titelträger Daniel Geale (Australien) antreten.

Sturm hatte am 2. September 2012 in Berhausen seinen WBA-Gürtel in einem Vereinigungskampf gegen IBF-Titelträger Geale verloren.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel