vergrößernverkleinern
Vitali Klitschko besiegte Juan Carlos Gomez in Runde neun durch Technischen K.o. © getty

WBC-Weltmeister Vitali Klitschko wird am Frankfurter Flughafen vom Zoll gestoppt. Zwei Wertgegenstände muss Vitali abgeben.

Von Liane Killmann

München - Auch Box-Weltmeister müssen durch die Zollkontrolle: Vitali Klitschko wurde gestern am Frankfurter Flughafen offenbar festgehalten.

Der Ukrainer war 15.50 Uhr mit der Lufthansa-Maschine LH 3237 aus Kiew gelandet, wo er als Abgeordneter des Stadt-Parlaments an einer Sitzung teilgenommen hatte.

Der WBC-Champ (Technischer K.o. - Klitschko bleibt Weltmeister) befand sich auf dem Weg zu seinem Bruder Wladimir, der gestern 33 Jahre alt wurde, als zwei Zollbeamte "Dr. Eisenfaust" auf dem Weg zum Flughafen-Ausgang stoppten und in einen Kontrollraum brachten.

"Bin kein Schmuggler"

"Sie haben mich aufgefordert, meine Reisetasche aufzumachen", sagte Klitschko der "Bild": "Ich habe den Zollbeamten noch gesagt: Jungs, ich bin kein Schmuggler!" (Klitschko-Gegner Gomez im Sport1-Interview)

Der Weltmeister 82956(Die Bilder des Fights) sollte sich rechtfertigen, woher er seine Uhr hat und ob sie mehr als 1000 Euro wert ist. Klitschko erklärte: "Die Uhr habe ich vor zwei Jahren beim Laureus-Sport-Award bekommen."

Der Zoll kassierte Vitalis Designertasche und die Uhr ein. "Unmöglich! Da wollten sich zwei wichtig machen und zu Hause eine tolle Geschichte erzählen", polterte Klitschko: "Ich bin froh, dass sie mir meine neuen Schuhe, für die ich 1500 Dollar bezahlt habe, gelassen haben. Und ich nicht barfuß durch Frankfurt laufen musste."

Plastiktüte statt Designer-Tasche

Als Taschenersatz statteten die Beamten Klitschko mit einer Plastiktüte aus. Darin musste Vitali seine Klamotten und das Geburtstagsgeschenk für den Bruder ("Ein Spielzeugauto") verstauen.

Anschließend verließ Vitali den Flughafen, um mit seinem Bruder auf dem AC/DC-Konzert in der Frankfurter Festhalle zu feiern.

Doch nicht, ohne sich vorher die Daten der beiden Zollbeamten geben zu lassen: "Die Namen habe ich mir extra aufgeschrieben." Mittlerweile hat Klitschko seinen Anwalt eingeschaltet, um gegen das Vorgehen der Beamten Beschwerde einzulegen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutierenZurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel