Der Vertragsstreit zwischen WBA-Mittelgewichtsweltmeister Felix Sturm und der Hamburger Universum Box-Promotion geht weiter. Sturm lehnte es in einer eidesstattlichen Versicherung vor einem Hamburger Gericht ab, zu der vom Weltverband geforderten Titelverteidigung gegen Pflichtherausvorderer Gennady Golowkin für Universum anzutreten. Damit droht dem ihm der Verlust seines WM-Titels.

Universum hatte vor Gericht beantragt, Sturm im Wege einer einstweiligen Verfügung zu untersagen, den Kampf gegen Golowkin ohne Mitwirkung von Universum zu vereinbaren und durchzuführen.

Sturm hatte Ende des Jahres seinen auslaufenden Vertrag mit dem Hamburger Stall nicht verlängert und will sich zukünftig selbst vermarkten. Er hat mittelerweile einen eigenen Stall gegründet. Universum pocht jedoch auf eine einseitige Vertragsoption, die eine Verlängerung des Vertrages um drei Jahre vorsieht. Universum hat diese Option gezogen

Vor dem Landgericht Hamburg ist deshalb noch ein Hauptsacheverfahren anhängig, mit dem Felix Sturm feststellen lassen will, dass sein Vertrag mit Universum aufgrund seiner fristlosen Kündigung vom 4. August 2009 beendet worden ist. Universum hat hiergegen am 28. Januar 2010 Widerklage erhoben, auf deren Grundlage Sturm dazu verurteilt werden soll, an der Vereinbarung und Durchführung der von Universum zu beschaffenden Boxkämpfe mitzuwirken und eigenmächtige Verhandlungs- und Wettkampfaktivitäten zu unterlassen. Mit einer Entscheidung ist erst in einigen Monaten zu rechnen.

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