Nachdem sein Promoter Kalle Sauerland öffentlich den Kampf mit Witali Klitschko gefordert hatte, ist der "russische Riese Nikolai Walujew jetzt offenbar zum Duell gegen den Ukrainer bereit. "Ich will gegen Witali boxen. Ein interessanter Kampf, auf den die Boxwelt schon seit einigen Jahren wartet", erklärt der 2, 13-Meter-Mann in der Freitag-Ausgabe der Bild-Zeitung.

Als Kampftermin ist der 29. Mai im Gespräch.

Das Lager von WBC-Schwergewichtschamp Witali Klitschko hatte dem ehemaligen WBA-Weltmeister aus St. Petersburg ein Angebot gemacht, wonach er 2,5 Millionen Euro verdienen könnte. Allerdings muss Walujew damit rechnen, dass dies der letzte große Zahltag seiner Karriere wird, denn Klitschko gilt als hoher Favorit in dem Fight. Möglicherweise hat Walujew deswegen bislang mit seiner Zusage gewartet.

Schon Anfang der Woche hatte Kalle Sauerland, der Sohn von Promoter Wilfried Sauerland den Druck auf Walujew erhöht: "Als Promoter wie auch als Box-Fan sage ich: Der Kampf muss kommen."

Damit macht Sauerland einen Meinungsumschwung in dem Berliner Boxstall deutlich. So lange Walujew den WM-Titel des Verbandes WBA hielt, war man an einem Vereinigungskampf mit Klitschko nicht interessiert. Der Russe hat seinen WBA-Titel im November an den Engländer David Haye verloren.

Offen sind angeblich noch Verhandlungen über TV-Einnahmen aus den Rechten in den USA und Russland. Chris Meyer, Geschäftsführer Sauerland Event erklärte allerdings: "Die TV-Rechte sollten kein Hindernis sein." Der Kampf wird wahrscheinlich in Deutschland bei RTL übertragen. Die ARD, Sauerlands TV-Partner, kann wegen des Werbeverbots die geforderten Börsen nicht aufbringen.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel