17 Jahre nach ihrem ersten WM-Duell von Washington hat Bernhard Hopkins süße Rache an Roy Jones junior genommen.

Der mittlerweile 45 Jahre alte Hopkins besiegte den vier Jahre jüngeren Kontrahenten im Mandalay Bay Hotel in Las Vegas über zwölf Runden nach Punkten. 1993 hatte Jones seinen Kontrahenten Hopkins in Washington im Kampf um die vakante IBF-Mittelgewichts-WM ebenfalls nach Punkten bezwungen.

"Es hat sich definitiv gelohnt, und es war eine süße Rache", sagte Hopkins nach dem Kampf, der Ende der sechsten Runde seinen unrühmlichen Höhepunkt hatte. Jones hatte sich aus einem Clinch gelöst und Hopkins unmittelbar danach hart am Hinterkopf getroffen. Hopkins ging daraufhin auf die Knie und konnte erst nach einigen Minuten wieder aufstehen.

Als der Kampf wieder aufgenommen wurde, gingen beide Kämpfer wie wild aufeinander los und konnten erst durch ihre in den Ring stürmenden Betreuer wieder getrennt werden. "Das war stürmisch. Er ist ein wirklich guter Kämpfer", sagte Hopkins, der fast jede Runde gewann, selbst aber noch weitere zwei Male auf die Knie musste.

Der intensive Kampf hatte beide Box-Größen derart beansprucht, dass sie anschließend zur Kontrolle ins Krankenhaus transportiert wurden. Dabei soll Hopkins in der Kabine kollabiert sein. Ungeachtet dessen nannte der siegreiche Hopkins bereits sein nächstes Ziel.

"Die Leute werden glauben, der Schlag auf meinen Hinterkopf hat mich ein bisschen verrückt gemacht, aber ich will David Haye"", sagte Hopkins. Der Brite Haye hatte ebenfalls am Samstagabend in Manchester seinen Schwergewichts-WM-Titel der WBA gegen den Amerikaner John Ruiz erfolgreich verteidigt.

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