Der IBF-Titelkampf im Schwergewicht zwischen Weltmeister Wladimir Klitschko und Herausforderer Alexander Powetkin (Russland) am 11. September in Frankfurt/Main ist geplatzt. Das bestätigte Klitschko-Manager Bernd Bönte.

"Die IBF hat Powetkin bereits heruntergestuft, nachdem er den Kampfvertrag innerhalb der gesetzten 15-Tage-Frist nicht unterschrieben hat", sagte Bönte.

Für den fest eingeplanten Termin in sieben Wochen hat das Klitschko-Lager allerdings schon einen neuen Gegner im Auge: "Als nächster Pflichtherausforderer rückt Samuel Peter als Nummer zwei der IBF-Rangliste nach. Ich bin zuversichtlich, dass wir diesen Kampf bis Anfang nächster Woche in trockenen Tüchern haben", so Bönte.

Nachdem Powetkin auch nicht zur Pressekonferenz am Montag in Frankfurt erschienen war, hatte die IBF Klitschkos Management aufgefordert, mit dem nächsten Boxer in der Rangliste Kontakt aufzunehmen.

Gegen den Nigerianer Peter hatte der jüngere der beiden Klitschko-Brüder schon einmal vor fünf Jahren geboxt. Damals gewann der Ukrainer, obwohl ihn Peter im Verlauf des Fights dreimal zu Boden geschickt hatte.

Manager Wilfried Sauerland, der Powetkins Kämpfe promotet, hatte zuletzt noch die Hoffnung geäußert, dass der Kampf doch zustande kommt. "Alexander, der in den USA mit Coach Teddy Atlas trainiert, und sein Management sind zum Gespräch bei der IBF eingeladen worden. Mal abwarten", sagte Sauerland. Dem widersprach Bönte: "Das Thema ist durch. Powetkin hat seine Chance verspielt."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel