Vitali Tajbert hat seinen Weltmeistertitel des Verbandes WBC im Superfedergewicht bereits bei der ersten Titelverteidigung wieder verloren.

Der Stuttgarter unterlag am Freitag im japanischen Nagoya dem einheimischen Pflichtherausforderer Takahiro Aoh nach zwölf Runden einstimmig nach Punkten (112:117, 112:115, 112:116).

Tajbert musste in der dritten Runde nach einer krachenden Linken erstmals in seiner Karriere zu Boden.

"Der Niederschlag hat mich nicht sonderlich aus dem Konzept gebracht", erklärte Tajbert, "schlimmer war, dass ich mir schon in der zweiten Runde bei einem Schlag die rechte Hand verletzt habe. Mit zwei Händen hätte ich ihn geschlagen."

Für den 28-jährigen Schwaben war es die zweite Niederlage im 22. Profikampf. Er hatte den Titel im Mai durch einen Punktsieg über den Mexikaner Hugo Velasquez gewonnen.

Aoh zeigte die angeblich beste Leistung seiner Karriere und bestimmte den Kampf über weite Strecken. Der 26-jährige Japaner gewann damit zum 20. Mal in 23 Kämpfen und sicherte sich nach dem WM-Titel im Federgewicht 2009 zum zweitenmal einen WBC-Gürtel.

Tajberts Promoter Dietmar Poszwa glaubt ebenfalls daran, dass die Handverletzung ausschlaggebend für die Niederlage war: "Hätte Vitali seine rechte Gerade über die gesamte Distanz bringen können, wäre das Duell zu seinen Gunsten ausgefallen. Die rechte Gesichtshälfte von Aoh ist komplett geschwollen."

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