Nach seiner deftigen Niederlage im Kampf um den vakanten WBC-Titel im Supermittelgewicht gegen den Briten Carl Froch Ende November in Helsinki hat der ehemalige Box-Weltmeister Arthur Abraham im Thailand-Urlaub seine Wunden geleckt.

"Dort habe ich nur geschlafen, gegessen und bin viel geschwommen. Diese Erholung brauchte ich, deshalb war ich auch allein in Thailand", sagte Abraham der Zeitschrift "Super Illu".

Ganz verdaut hat der 30-Jährige die Demontage im Ring aber noch nicht. "Die Niederlage tut immer noch weh, aber ich arbeite daran", sage Abraham, der zudem Verständnis für die Reaktion seines Trainer Ulli Wegner zeigte.

Dieser hatte Abraham in einer Ringpause als "Feigling" beschimpft: "Mein Trainer war zu Recht enttäuscht und sauer, da durfte er mich auch als Feigling bezeichnen."

Zumindest auf der Suche nach einer Erklärung für die Niederlage ist Abraham fündig geworden.

"Ich glaube, dass ich durch das harte achtmonatige Training übertrainiert war. Der Kampf wurde ja zweimal verschoben, und so stand ich ständig unter Strom. Das hat meinem Körper offensichtlich nicht gut getan. Zum Kampf habe ich ihn dann selbst nicht mehr wiedererkannt. Ich war nicht mehr so explosiv und stark, wie ich mich kannte, sondern das Gegenteil", sagte Abraham.

Gelegenheit, seinen ramponierten Ruf wiederherzustellen, bekommt Abraham im Mai gegen den Amerikaner Andre Ward. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, aber für Abraham steht fest:

"Meine Fans darf ich nicht noch einmal enttäuschen. Sie haben mich zum Berliner Sportler des Jahres 2010 gewählt, den Titel habe ich aber abgelehnt. Ich muss erst wieder beweisen, dass ich es verdient habe, so genannt zu werden."

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