Das mexikanische Wunderkind hat den Box-Thron erklommen:

Der 20 Jahre alte Saul Alvarez holte sich im kalifornischen Anaheim mit einem einstimmigen Punktsieg gegen den Briten Matthew Hatton den vakanten Weltmeister-Titel des World Boxing Council (WBC) im Super-Weltergewicht und gilt fortan als jüngster Weltmeister in der Geschichte dieser Gewichtsklasse.

"Mein Traum ist in Erfüllung gegangen. Ich möchte meinem Land weitere große Kämpfe und Titel bescheren", sagte Alvarez nach seinem 36. Sieg im 37. Kampf (ein Unentschieden).

Von Beginn an dominierte der in Anlehnung an seine roten Haare "Canelo" (Zimt) genannte Alvarez den Kampf, er fügte Hatton in der zweiten Runde eine blutende Nase und in der vierten Runde eine tiefe Schnittwunde über dem linken Auge zu.

In Runde sieben wurde der Mexikaner mit einem Punktabzug bestraft, nachdem er nach einer Unterbrechung noch einen Schlag angebracht hatte. Am Ende blieb diese Aktion ohne entscheidende Folgen, alle drei Punktrichter werteten den Kampf mit 119:108 für Alvarez.

Der Mexikaner ist damit Nachfolger des aktuell weltbesten Boxers Manny Pacquiao, der den Titel vor kurzem abgelegt hatte, um sich auf das Weltergewicht zu konzentrieren.

Dort könnte Pacquiao eines Tages auch auf Matthew Hatton treffen. Der jüngere Bruder des früheren Weltmeisters Ricky Hatton erklärte im Anschluss an seine insgesamt fünfte Niederlage im 48. Kampf den Rückzug ins Weltergewicht: "Ich werde dort nach einer neuen WM-Chance suchen."

Ebenfalls am Samstagabend sicherte sich der Amerikaner Zab Judah den Weltmeistertitel im Junior-Weltergewicht nach Version der IBF. Der 33-Jährige bezwang den Südafrikaner Kaizer Mabuza in Newark/New Jersey durch technischen K.o. in der siebten Runde.

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