Als erfolgreichstes Team mit vier Einzelsiegen starteten Deutschlands Amateurboxer beim 38. Chemiepokal in Halle/Saale in die vorolympische Saison.

Sechs Monate vor der Weltmeisterschaft in Baku/Aserbaidschan erkämpften sich Artur Bril (Leichtgewicht), Patrick Wojcicki (Weltergewicht), Stefan Härtel (Mittelgewicht) und Lokalmatador Kevin Künzel (Halbschwergewicht) Gold.

Besonders Bril begeisterte die 500 Zuschauer im Ballsaal des Maritim-Hotels. Der 18-Jährige schlug bei seinem ersten großen Turnier im Seniorenbereich den Usbeken Fassilliddin Gibnasarow 5:4 nach Punkten.

"Artur hat nicht nur mich positiv überrascht", lobte Bundestrainer Valentin Silaghi den Jugend-Olympiasieger von Singapur 2010. Auf eine WM-Medaille wollte Bril aber noch nicht spekulieren: "Ich muss mich doch erst einmal für Baku qualifizieren. "

Für die Überraschung des Tages aber sorgte Künzel in der Klasse bis 81 Kilogramm.

Der Hallenser, der keinem Bundeskader angehört, siegte gegen Vizeweltmeister Elshod Razulov nach unentschiedenem Kampfausgang (2:2) mit 5:4 Hilfspunkten und darf jetzt auf eine Einladung zu den nächsten Nationalmannschafts-Lehrgängen im April hoffen.

Wojcicki, der nach dem 4:3-Erfolg gegen den Türken Abdulkadir Körodlu für die kämpferischste Leistung geehrt wurde, ist dagegen schon unumstrittene Nummer 1 im Weltergewicht.

Einen großen Schritt Richtung WM hat auch der Berliner Härtel (75 kg) gemacht. Der dreifache deutsche Meister fertigte Dauer-Konkurrent Konstantin Buga (Velbert) 6:2 ab.

Für Buga blieb es damit bei Chemiepokal-Silber, genau wie für Schwergewichtler Alexander Povernov, der gegen Mirsohidjon Abdullajew aus Usbekistan zu einfallslos boxte und 1:3 unterlag.

Auch in der Klasse über 91 Kilogramm war ein Deutscher zweiter Sieger. Erik Pfeifer (Lohne) ging gegen den Russen Arslanbek Mahmudow 3:8 unter.

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