Odlanier Solis sinnt auf Revanche: Der kubanische Olympiasieger und viermalige Amateur-Weltmeister hat nach seiner Niederlage gegen WBC-Weltmeister Vitali Klitschko offenbar "Blut geleckt".

Mit einer ungewöhnlichen Aufforderung zum Rückkampf meldete sich Solis, der erst am vergangenen Donnerstag erfolgreich am Knie operiert worden war, am Mittwoch von seinem Krankenbett.

"Ich hoffe, dass Vitali Manns genug ist, mir ein Rematch zu geben", sagte Solis der "Passauer Neuen Presse". Sein Vorschlag: "Lass uns noch mal einen Kampf in Köln machen. Diejenigen, die für den ersten Kampf viel Geld ausgegeben haben, kommen umsonst rein. Ich muss bei diesem Kampf kein Geld verdienen, ich will nur deinen Gürtel!"

Und weiter: "Ich habe gesehen, wie einfach es ist, Vitali zu besiegen. Wäre die Verletzung nicht dazwischen gekommen, hätte ich ihn auseinandergenommen. Er ist eine boxerische Null. Ich war überrascht, wie schwach er ist."

Der Linksausleger war in einer Privatklinik in Bad Griesbach erfolgreich am Knie operiert worden. Bei dem Eingriff wurden im rechten Knie des Kubaners, der am kommenden Dienstag seinen 31. Geburtstag feiert, das vordere Kreuzband ersetzt und der Außenmeniskus genäht.

Nach Angaben seines Promoters Ahmet Öner kann der Kubaner bei optimalem Heilungsverlauf in sechs bis sieben Monaten in den Ring zurückkehren. "Weil der Knorpelschaden sehr groß ist, muss aus dem entnommenen Gewebe neuer Knorpel gezüchtet werden, der in einer zweiten Operation am 15. April eingesetzt wird. Danach kann Solis in die Reha einsteigen", sagte Öner.

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