Die Schüsse auf die ehemalige Boxweltmeisterin Rola El-Halabi am Freitagabend in Berlin sollen im Vorfeld vom mutmaßlichen Täter angekündigt worden sein. Dafür gebe es Hinweise von Zeugen, sagte Martin Steltner von der Berliner Staatsanwaltschaft.

Der Beschuldigte Roy El-Halabi, der Stiefvater und Ex-Manager der jungen Boxerin, äußert sich weiterhin nicht zu dem Vorfall vor dem geplanten WM-Kampf in Berlin-Karlshorst. "Er hat keine Angaben zur Tat gemacht und befindet sich weiterhin in Gewahrsam", sagte Steltner.

Mit vier gezielten Schüssen wurde die 26-Jährige El-Halabi an Hand, Knie und beiden Füßen schwer verletzt. Nach mehreren Not-Operationen befindet sich die Boxerin im Unfallklinikum in Berlin-Marzahn auf dem Weg der Besserung, wird wohl aber nie wieder boxen können.

Bei der Attacke wurden zuvor zwei Sicherheitsleute angeschossen, um Zugang zur Umkleidekabine zu bekommen.

Die Hintergründe der Tat sollen in einer privaten Auseinandersetzung liegen. El-Halabis Stiefvater war bis Januar auch ihr Manager, doch die Boxerin trennte sich im Streit von ihm.

Wegen angeblicher gesundheitlicher Probleme seiner Stieftochter soll der Mann versucht haben, sie an der Fortsetzung ihrer Karriere zu hindern.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel