Nach seiner Prügelattacke gegen Ringrichter Manfred Küchler ist der armenische Profiboxer Khoren Gevor für ein halbes Jahr gesperrt worden.

Zudem muss Gevor 5000 Euro Strafe zahlen. Dieses Urteil bestätigte Thomas Pütz, der Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB), gegenüber "Welt Online". "Die Entscheidung ist im Präsidium einstimmig gefällt worden", sagte Pütz.

Ex-Europameister Gevor war am Samstag nach seiner Disqualifikation im WBO-Titelkampf im Supermittelgewicht gegen Robert Stieglitz ausgerastet und mit den Fäusten auf Küchler losgegangen.

Der Ringrichter hat Gevors Entschuldigung angenommen.

Pütz nannte zwei Gründe für das verhältnismäßig milde Urteil.

Zum einen habe Gevor Reue und Einsicht gezeigt und glaubhaft versichert, dass der Angriff ohne Vorsatz erfolgt, sondern Folge einer Kurzschlussreaktion gewesen sei. Zum anderen habe er Gevor in den zehneinhalb Jahren, die dieser professionell boxe und dem Verband angehöre, als einen fairen Sportsmann und äußerst sympathischen Menschen kennengelernt, der sich bis zum Samstag nichts habe zu Schulden kommen lassen.

"Eine höhere Bestrafung käme angesichts seines Alters einem Berufsverbot gleich", sagte Pütz. Dagegen hätten sich alle Beteiligten ausgesprochen. Gevor ist 32 Jahre alt.

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