Englands Box-Legende Henry Cooper, der Mann, der vor fast 50 Jahren Muhammad Ali auf die Bretter schickte, ist am Sonntag zwei Tage vor seinem 77. Geburtstag im Haus seines Sohnes in Surrey gestorben.

1963 war Cooper im Londoner Wembleystadion in einem Schaukampf gegen den "Größten" angetreten, der damals noch Cassius Clay hieß. Ende der vierten Runde schickte er Ali mit seinem berühmten linken Haken ("Enry's Ammer) auf die Bretter.

Alis legendärer Trainer Angelo Dundee reklamierte einen kleinen Riss im Handschuh seines Schützlings und verschaffte diesem somit wertvolle Zeit, um sich von dem Niederschlag zu erholen.

In der fünften Runde stoppte der Ringrichter den Kampf, weil Cooper aus mehreren Cuts heftig blutetet. Ali wurde zum Sieger erklärt, obwohl Cooper auf den Scorecards deutlich vorne lag.

Ali war nachhaltig beeindruckt von dem Niederschlag, obwohl er 1966 auch den WM-Kampf gegen Herausforderer Cooper durch t.K.o. gewann.

Zum 40. Jahrestag des ersten Duells rief er Cooper an und verriet, dass er bei dem linken Haken so durchgeschüttelt worden sei, dass es "meine Vorfahren in Afrika gespürt haben".

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