Präsident Jimmy Jamal Abboud vom Hamburger Box-Verband (HABV) hat sich gegen die Kritik des Deutschen Boxsport-Verbandes (DBV) zur Wehr gesetzt. Der DBV hatte dem Hamburger Verband die Austragung der nationalen Titelkämpfe entzogen, da angeblich nicht alle vereinbarten Verträge rechtzeitig vorgelegt worden sein.

"Wir, der HABV, hatten den Vertrag nach Vorlage des letztjährigen Vertrages verfasst, und rechtsgültig unterschrieben dem Sportwart des DBV, Karl Heinz Nitsche, persönlich in zweifacher Ausfertigung übergeben", schrieb Abboud in einer öffentlichen Mitteilung.

Auf dem Kongress des DBV in Worms sei Abboud plötzlich ein "komplett anderer Vertrag zur Unterzeichnung vorgelegt" worden, den er nicht unterschreiben wollte. Deshalb kam es zu dem Entzug der DM.

Nach Einschätzung von Abboud habe der DBV versucht, von anderen, größeren Problemen abzulenken. Welche das sein sollten, verriet der Hamburgs Box-Präsident nicht.

Zudem kritisierte er, dass DBV-Präsident Jürgen Kyas den Kongress frühzeitig verlassen habe und Sportdirektor Michael Müller gar nicht erschienen war. Nach dem Streit mit dem HABV lässt der DBV die deutschen Meisterschaften Anfang Dezember in Leipzig austragen.

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