Der Deutsche Boxsport-Verband (DBV) setzt große Hoffnungen in den Plan, künftig Profis bei Olympischen Spielen antreten zu lassen.

"Es wird Gravierendes, Sensationelles, Umwälzendes passieren! Darauf können sie ein Amen beten", sagte Präsident Jürgen Kyas dem "Sport-Informations-Dienst". "Das wird zu einer weltweiten Stärkung des Boxsports führen."

Kyas flog am Dienstag aus der kasachischen Hauptstadt Astana, wo der Weltverband AIBA das "revolutionäre Programm" vorgestellt hatte, nach Hause.

Und dies anscheinend ziemlich euphorisch, denn das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird den Boxern laut Kyas "absolut keine Steine in den Weg legen. Das ist alles schon abgesprochen und lag auf dem Tisch, das IOC folgt uns sehr bereitwillig - es wäre ja schließlich ein Riesengewinn für Olympia."

Andere Sportarten hätten dem Boxen den Weg bereitet. "Handball, Tennis, da kämpfen Profis schon lange um Medaillen. Es ist an der Zeit, dass wir das auch tun", sagte Kyas.

Unter den aktuellen Top-Profis sieht er allerdings niemanden, der Deutschland im Jahr 2016, dem "Ende der Durchsetzungsphase", bei Olympia in Rio de Janeiro vertreten könnte: "Marco Huck? Der ist doch viel zu alt! Aber es wird ein Ruck durch die Profi-Szene gehen."

Huck, Weltmeister im Cruisergewicht nach Version der WBO, wäre 2016 allerdings erst 31 Jahre alt. Anders sieht es bei den Klitschko-Brüdern aus: Witali Klitschko wird 2016 45, Wladimir, als Amateur Olympiasieger in Atlanta 1996, wäre 40.

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