Im Profibox-Lager wird die geplante Öffnung der Olympischen Spiele anscheinend auch begrüßt.

"Bisher waren sich Amateure und die Profis spinnefeind - von Amateurseite aus. Dass sie sich jetzt öffnen, ist schon revolutionär. Als würden die Grünen mit der CDU Deutschland regieren. Ich freue mich. Da wird eine geistige Hemmschwelle überwunden", sagte Hagen Döring, Sportdirektor des Boxstalls Sauerland Event, dem "SID".

Der Amateurbox-Weltverband AIBA hatte am Montag ein "revolutionäres Programm" angekündigt, das vorsieht, bis 2016 auch Profis die Teilnahme an Olympischen Spielen zu ermöglichen.

"Die praktische Umsetzung ist aber noch einmal eine andere Sache. Der Schritt kommt 20, 30 Jahre zu spät. Sie lernen, aber sie lernen eben langsam", sagte Döring.

Er könne sich jedoch nicht vorstellen, dass Olympia für seinen Schützling Marco Huck (WBO-Weltmeister im Cruisergewicht) reizvoll sei.

Döring: "Ich glaube nicht, dass ihn das interessiert. Marco ist Weltmeister. 2016 ist er 31, da kannst du zwar noch was werden, aber auf einen anderen Boxmodus hat er wohl keine Lust."

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