Schwergewichtsboxer Dereck Chisora hat Witali Klitschko schon vor seinem Duell mit dem Weltmeister am 18. Februar in der Münchner Olympiahalle angegriffen. Auch an dessen Bruder Wladimir ließ der Engländer kein gutes Haar.

"Vitali und Wladimir haben den Sport getötet, den ich liebe. Die Leute haben die Nase voll von ihnen, sie sind langweilig. Es ist Zeit für einen neuen König", tönte Chisora.

Der 28-Jährige glaubt, dass die Dominanz der Klitschko-Brüder dem Boxen schadet. "Ich habe halb Europa hinter mir, Amerika und Afrika sind auf meiner Seite. In China hat man vielleicht noch nichts von mir gehört, aber das wird sich ändern, wenn ich Vitali in den Hintern getreten habe", sagte Chisora.

Doch damit nicht genug - Chisora fühlt sich zu Höherem berufen: "Ich bin eine Lichtgestalt. Leute, die nicht über das Boxen reden, werden damit nach dem 18. Februar beginnen. Denn der Kampf wird sehr unterhaltsam."

In der Vorbereitung geht es laut Chisora betont locker zu: "Ich war vor einem Fight noch nie so entspannt. Wir geben uns Mühe, damit das Training so viel Spaß wie möglich macht. Ich vermische harte Arbeit mit einem Lächeln. Vitali wird nicht lächeln, wenn der Kampfabend ansteht. Vitali und Wladimir sind gute Kämpfer, aber sie hatten es noch nie mit jemandem wie mir zu tun."

Dass sich Vitali Klitschko angeblich schon Gedanken über ein mögliches Duell mit David Haye im Sommer macht, ließ Chisora nicht unkommentiert: "Wenn er mich abschreibt und schon über einen Kampf mit Haye spricht, dann wird er wohl nicht wirklich hart trainieren. Mir ist das Gerede egal. Ich schlage Klitschko, dann findet der Fight nicht statt."

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