Profibox-Weltmeister Vitali Klitschko hat bei seiner erfolgreichen Titelverteidigung gegen Dereck Chisora einen Sehnenanriss in der linken Schulter erlitten, ein sofortiges Karriereende aber ausgeschlossen.

"Es ist noch nicht alles vorbei. Wenn ich mit einem Arm kämpfen und klar dominieren kann, habe ich eine große Reserve an Pulver. Deswegen war das nicht der letzte Kampf", sagte Klitschko am Sonntag dem TV-Sender "RTL".

Die exakte Schulterverletzung wurde bei einer Kernspintomografie im Klinikum Bogenhausen in München festgestellt.

"In den nächsten Tagen werden weitere Untersuchungen erfolgen, eine Operation ist nach jetzigem Stand nicht nötig", sagte Klitschkos Arzt Prof. Dr. Bernd Kabelka.

Nach etwa sechs bis acht Wochen werde die Verletzung durch konservative Behandlung ausgeheilt sein.

Die Verletzung war bei Klitschko etwa nach einem Drittel des Kampfes aufgebrochen.

Er habe nach der vierte Runde den ganzen Kampf nur noch mit rechts bestritten, sagte Klitschko: "Ich habe keine Kraft mehr im linken Arm."

Klitschkos Trainer Fritz Sdunek vermutete, dass eine alte Blessur wieder aufgebrochen sei.

"Vitali konnte mit der linken Hand nicht mehr arbeiten, wie er wollte", sagte Sdunek. Im Jahr 2000 hatte Klitschko im WM-Kampf gegen den Amerikaner Chris Byrd einen Sehnenabriss in der Schulter erlitten.

Er hatte damals aufgeben müssen und seinen WM-Titel dadurch verloren.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel