Thomas Pütz, der Präsident des Bundes deutscher Berufsboxer (BdB) hat nach der wilden Prügelei zwischen David Haye und Dereck Chisora im Anschluss an dessen Kampf mit Vitali Klitschko deutliche Kritik an den beiden britischen Rüpeln geübt.

"Bevor Chisora jemals wieder in einen Ring marschiert, sollte er sich in psychologische Behandlung begeben. Für mich gehört er in eine Zwangsjacke", sagte Pütz im SPORT1-Interview.

Der englische Verband solle Chisora sperren, "für meinen Geschmack am liebsten lebenslänglich." Da Haye aktuell keine Lizenz besitze, sei eine solche Maßnahme bei ihm nicht möglich. Allerdings könne der Verband die erneute Lizenzvergabe verweigern.

Die Prügelei sei keine Show gewesen, erklärte der BdB-Präsident: "Für mich ist David Haye ein intelligenter, smarter Business-Man, der sich durch seine provokante Art vor dem Kampf gegen Wladimir Klitschko in eine gute Position gebracht hat. Er ist zwar durch Verbalattacken aufgefallen, aber das ist legitim."

Bei Dereck Chisora sei dagegen "kein Meter Show" dabei gewesen. "Das war pure Aggression, purer Hass. Ich war mit auf der Bühne, als er Vitali Klitschko geohrfeigt hat. Es war kein leichter Klatscher, sondern eine Ohrfeige mit aller Gewalt, bei der auch das Trommelfell hätte platzen können. Die Ruhe, die Vitali in der Situation bewahrt hat, verdient größten Respekt."

Das gelte auch für Bruder Wladimir, den der Brite nach Unstimmigkeiten über dessen Bandagierung gar angespuckt habe: "Chisora hat sich die Bandagen abgerissen und wollte mit den Worten "You f****** German asshole" auf mich losgehen, dabei habe ich ihn nur auf die Regeln hingewiesen. Er brüllte Richtung Wladimir: "Tell your f****** brother the fight is over"."

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