Weltmeister Vitali Klitschko brennt nach den skandalösen Vorfällen am Rande seiner erfolgreichen Titelverteidigung gegen Dereck Chisora auf einen Rückkampf.

"Mein Verstand sagt mir, dass ich ein Rematch nicht benötige. Aber mein Ego, mein tiefes, inneres Ich sagt mir ganz deutlich, dieser Mann braucht von mir noch eine richtige Bestrafung. Ich möchte ihn im Ring k.o. schlagen. Diese Rechnung ist noch offen", sagte der 40-Jährige im Interview mit der Tageszeitung "Die Welt". Das gleiche gelte für David Haye.

Chisora und Haye, der bei dem WM-Kampf zwischen Chisora und Klitschko am Samstag in München als TV-Experte vor Ort war, hatten bei der Pressekonferenz für einen gewaltigen Skandal gesorgt.

Die beiden Briten lieferten sich nach gegenseitigen Provokationen eine handfeste Schlägerei. Beiden drohen lebenslange Sperren durch den britischen Boxverband, wobei sich Haye seit Oktober 2011 offiziell im Ruhestand befindet.

Klitschkos Trainer Fritz Sdunek empfand die Prügelszenen, bei denen Haye unter anderem mit einem Kamerastativ zuschlug, nicht brutaler als Zwischenfälle in anderen Sportarten.

"Wenn man Leuten mit Fußballschuhen ins Gesicht tritt, ist das auch nicht gerade angenehm. Wir müssen uns doch nur jede Woche die Bundesliga angucken, was wir da alles für Problemfälle sehen, oder beim Eishockey, wenn die sich die Schläger über den Kopf ziehen", sagte der 64-Jährige im Interview mit dem Kölner "Stadt-Anzeiger".

Dadurch seien diese Sportarten "doch erst populär und interessant".

Er kenne vom Sportler Chisora auch dessen disziplinierte Seite, so Sdunek: "Er ist nun mal ein schlecht erzogener Junge. Ich kenne ihn anders, als ihn mal als Sparringspartner im Camp hatte, da hat er toll mitgearbeitet. Deshalb bin ich jetzt bitter enttäuscht, wie man sich so benehmen kann."

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