Bernd Bönte, Manager der Box-Weltmeister Witali und Wladimir Klitschko, hat die Vorwürfe, die Prügelei zwischen David Haye und Dereck Chisora sowie die Ohrfeige des Briten gegen Witali seien inszeniert gewesen, zurückgewiesen.

"Sport ist auch Entertainment. Aber niemand kann ernsthaft glauben, dass Sportler wie die Klitschkos ihre Gesundheit gefährden und sich fürs Drehbuch eine Ohrfeige geben lassen oder gar eine Schlägerei inszenieren würden", sagte Bönte dem "Hamburger Abendblatt", "auch bei 'RTL' würde niemand auf so eine Idee kommen. Das ist absurd."

Er habe gegen Marco Huck eine Einstweilige Verfügung erwirkt, damit dieser nicht mehr behaupten könne, die Ohrfeige von Chisora gegen Witali beim Wiegen sei inszeniert gewesen.

"Dort ist eine Grenze überschritten worden, die wir uns nicht gefallen lassen dürfen", sagte Bönte.

Huck hatte vergangene Woche behauptet, der Eklat sei geplant gewesen, um die Einschaltquote zu steigern.

Zudem lieferten sich am vorvergangenen Wochenende die beiden Schwergewichte Haye und Chisora auf der Pressekonferenz nach dessen Niederlage gegen Witali Klitschko eine Prügelei.

Zuletzt war ein Internet-Video aufgetaucht, auf dem zu sehen ist, wie der 40 Jahre alte WBC-Titelträger seinem Erzrivalen Haye nach dem Handgemenge erst applaudiert und ihn dann freundlich begrüßt.

Bönte erklärte dazu, dass Klitschko zu diesem Zeitpunkt noch nichts von der Prügelei gewusst habe, weil ihn Schweinwerfer geblendet und die vor ihm stehenden Menschen den Blick versperrt hätten.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel