Der Weltverband WBC hat Box-Rüpel Dereck Chisora für unbestimmte Zeit suspendiert.

"Der WBC verurteilt sein Verhalten, das im Boxen unter keinen Umständen akzeptiert werden kann, und wird so schnell wie möglich handeln, um Geldstrafen und weitere Sanktionen zu verhängen", kündigte der Verband in einer Stellungnahme an. Zudem verlangte der Verband, dass sich Chisora einem Anti-Aggressionstraining unterzieht.

Im kommenden Monat ist eine Anhörung in London angesetzt. Chisora droht eine Sperre bis zu einem Jahr.

Der Brite Chisora hatte sich nach dem verlorenen Schwergewichtskampf gegen Witali Klitschko eine Auseinandersetzung mit seinem Landsmann David Haye geliefert.

Auf der Pressekonferenz lieferten sich beide eine handfeste Schlägerei, die in Chisoras Morddrohung, Haye erschießen zu wollen, gipfelte.

Der WBC bezeichnete Chisoras Verhalten als "eines der schlimmsten, das ein Profi-Boxer jemals gezeigt hat".

Chisora gab sich nach dem Skandal reumütig und kleinlaut. "Ich habe meine Familie, mein Team und - das ist am schlimmsten - meinen Sport, den ich liebe, im Stich gelassen", sagte Chisora in der vergangenen Woche: "Ich sehe ein, dass meine Aktionen total unprofessionell waren - mit oder ohne Provokation."

Sanktionen drohen Chisora nicht nur durch das WBC, auch das Kontrollgremium des britischen Boxverbandes BBBC hat den 28-Jährigen zu einer Anhörung am 14. März geladen. Auch die Münchner Polizei hatte Chisora stundenlang zu den Vorfällen befragt.

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