Der frühere Profi-Boxweltmeister Hector Camacho ist anscheinend wieder mal mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

Wegen eines Haftbefehls nach einer Anzeige wegen Körperverletzung musste der Puerto Ricaner vorübergehend ins Gefängnis, wurde aber gegen Zahlung einer Kaution von 5000 Dollar wieder auf freien fuß gesetzt.

Camacho, der sich selbst den Behörden gestellt hatte, soll im Haus seiner Ex-Frau den gemeinsamen Sohn niedergeschlagen haben.

Nach Angaben seiner Anwältin jedoch hatte die seinerzeit von Nachbarn alarmierte Polizei bei den beteiligten Personen keinerlei Verletzungen feststellen können.

Der frühere Champion, der in den 80er Jahren WM-Titel im Superleichtgewicht, Leichgewicht und Juniorweltergewicht hielt, hatte bereits mehrfach für Negativschlagzeilen gesorgt. 2007 war der 49-Jährige wegen Einbruchdiebstahls zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Ein Jahr später war die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt worden, gegen die Camacho bereits einmal verstoßen hat.

Schon während seiner Karriere, in der "Macho" 1997 gegen Oscar de la Hoya seinen letzten Titelkampf bestritt, gab es immer wieder Berichte über Drogen- und Alkoholexzesse.

Nach zwei Anzeigen wegen häuslicher Gewalt hatte sich Camachos Ex-Frau vor mehreren Jahren scheiden lassen.