Erfolgstrainer Ulli Wegner hält wenig von einem Boxkampf seines Schützlings Marco Huck gegen einen der Klitschko-Brüder und dem damit verbundenen weiteren Ausflug ins Schwergewicht.

"Wir wollen mal realistisch bleiben. Marco ist im Cruiser-Gewicht gut aufgehoben", sagte der 70-jährige Wegner der "Sport Bild".

Huck hatte zuletzt wiederholt mit einem Kampf gegen Wunschgegner Wladimir Klitschko kokettiert. Nach der umstrittenen WBO-Titelverteidigung gegen Firat Arslan vor einem Monat müsse sich Huck aber zunächst auf das Wesentliche konzentrieren, so Wegner.

"Er hat zwar eine unheimliche Physis, aber im Kopf muss noch einiges dazukommen", sagte Wegner: "Er darf nicht zu schnell denken, dass er schon ein Großer ist. Das war nach der starken Vorstellung und der umstrittenen Niederlage gegen den Schwergewichtler Alexander Powetkin so."

Im Februar hatte Huck bei seinem Schwergewichts-Debüt eine Punktniederlage gegen den Russen Powetkin hinnehmen müssen.

Zudem hofft Wegner weiter auf einen baldigen Mega-Fight seines Schützlings Arthur Abraham gegen Felix Sturm.

"Wir brauchen wieder große Kämpfe", sagte Wegner: "Der erste Kampf bei dem einen TV-Sender, der Rückkampf beim anderen. Die Boxställe und Fernsehleute sollten sich im Interesse der Fans einigen." Der Privatsender SAT.1 hält die alleinigen Rechte an den Sturm-Kämpfen, die ARD zeigt die Abraham-Events.

Für einen Kampf gegen Wladimir Klitschko hat Wegner einen anderen Schützling aus dem Sauerland-Stall im Auge.

"Robert Helenius, unseren Finnen. Ich arbeite hart mit ihm. Ich bete jeden Tag, dass Wladimir Klitschko noch lange boxt. Eines Tages haut ihn Helenius um, das ist mein großer Traum", sagte Wegner.

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