Drei Tage nach dem Ausschluss Indiens durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat nun auch der Weltverband der Amateur-Boxer (AIBA) den indischen Verband suspendiert.

Der AIBA teilte am Donnerstag auf seiner Website mit, die Wahl der Exekutive des indischen Box-Verbands sei wie die des Nationalen Olympischen Komitees womöglich manipuliert worden. Einer der in die Kritik geratenen indischen Funktionäre war zuvor auch Vorsitzdender des Box-Verbands gewesen.

Trotz der Suspendierung durch das IOC hatte das Indische Olympische Komitee (IOA) am Dienstag Abhay Singh Chautala zu seinem Präsidenten gewählt, der als scheidender Vorsitzender des Box-Verbandes zuvor seinen Schwager zu seinem Nachfolger ernannt hatte. Das IOA hatte zudem einen wegen Korruption verurteilten Funktionär zu seinem Generalsekretär ernannt.

Bereits vor der Wahl hatte das IOC von einem Verstoß gegen seine Charta gesprochen und Indien ausgeschlossen.

"Die IOA ist nicht berechtigt, Wahlen durchzuführen", hatte IOC-Direktor Pere Milo gesagt, der für Beziehungen zu den NOKs zuständig ist. Indische Sportler dürfen bis zur Aufhebung des Bannes nicht mehr bei Olympischen Spielen starten, Funktionäre nicht mehr an IOC-Sitzungen teilnehmen.

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