Waldemar Kluch, Chef des insolventen Hamburger Boxstalls Universum, ist am Dienstag wegen "räuberischer Erpressung und versuchter Nötigung" in drei Fällen verhaftet worden.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg bestätigte eine entsprechende Meldung des "Hamburger Abendblatts". Sollte sich der Verdacht gegen den 54 Jahre alten Deutsch-Kasachen erhärten, droht ihm eine Freiheitsstrafe. Kluch soll Drahtzieher eines Überfalls auf einen konkurrierenden Boxmanager gewesen sein, bei dem dieser schwere Kopfverletzungen erlitt.

Universum-Gründer Klaus-Peter Kohl hatte im Juni 2011 den einst erfolgreichsten Boxstall Europas an Kluch verkauft - ein Jahr nach dem Ende eines langjährigen TV-Vertrages mit dem ZDF.

Ohne einen festen Fernsehpartner gelang es Kluch nicht, Universum wieder in die Gewinnzone zu führen. Im März musste er Insolvenz anmelden, die Forderungen von insgesamt 58 Gläubigern belaufen sich auf mehr als vier Millionen Euro.

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