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Phil Taylor holte sich Anfang des Jahres auch den WM-Titel © getty

Bei seinem Triumph bei den UK Open knackt Phil Taylor eine Reihe von Rekorden. Nur eine Bestmarke verpasst "The Power" knapp.

Bolton - Mit einem 11:6 über Colin Osborne hat Phil Taylor zum dritten Mal die Blue Square UK Open im Reebok Stadium in Bolton gewonnen.

Nach seinen Erfolgen von 2003 und 2005 scheiterte "The Power" in den letzten drei Jahren jeweils im Viertelfinale an Raymond van Barneveld.

Dieses Mal zeigte sich Taylor gut erholt von der Niederlage im Halbfinale der Premier League und legte eine beeindruckende Form an den Tag.

Mit drei Spielen am Finaltag sind die UK Open immer auch ein Test für die körperliche und mentale Fitness der Spieler.

Taylor setzt neue Bestmarken

Taylor begann den Tag mit seiner Partie gegen Mark Lawrence und schaffte bei seinem 10:0-Erfolg mit einem Average von 115,62 einen neuen Rekord bei der UK Open.

Erst am Vortag hatte "The Power" mit 115,51 eine neue Bestmarke setzen können. Die neue Bestmarke ist darüber hinaus der zweithöchste Average, der jemals vor laufenden Kameras gespielt wurde.

Die Fans hatten gegen Lawrence schon auf den fünften 9 Darter von Taylor in der Geschichte der UK Open gehofft, doch Taylor verpasste nach 2x180 die siebte Treble 20.

Er stellte sich aber trotzdem 36 Rest und traf die Doppel 18 zum 10 Darter.

22 Legs in Folge

Im Halbfinale traf "The Power" dann auf Ronnie Baxter, der mit einem 10:7 über Terry Jenkins dorthin gelangt war und er machte anfangs dort weiter, wo er im Viertelfinale aufgehört hatte.

Mit 6:0 führte Taylor und die Partie war eigentlich entschieden.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Nummer eins der PDC 22 Legs in Folge bei diesem Turnier gewonnen.

Im siebten Leg verpasste er dann zweimal die Doppel 19 zum 7:0 und Baxter holte sich sein erstes Leg. Nun war "The Rocket" so locker wie in seinen Partien zuvor und er holte Leg um Leg auf und konnte sogar bis auf ein Leg zum 6:7 verkürzen. 48208(Diashow: die Highlights der WM)

Taylor holte sich das nächste Leg zum 8:6 und schaffte im nächsten Leg mit einem 161er Finish einen regelrechten Showstopper. Dieses Finish beendete den Lauf von Baxter und Taylor hätte fast noch ein weiteres 161er Finish zum Match nachgelegt, verpasste das Bullseye aber äußerst knapp.

Osborne führt mit 3:0

Im Finale traf "The Power" dann auf Colin Osborne, der erstmals das Endspiel bei einem Major Turnier der PDC erreichen konnte.

Osborne zeigte sich unbeeindruckt und schaffte auch gleich eine 3:0-Führung. Während Phil Taylor in der Folgezeit seine Leistung halten konnten, ließ Osborne doch nach und so drehte Taylor die Partie.

Die nächsten neun Legs gingen an Taylor und die Vorentscheidung war gefallen. Osborne konnte zwar noch etwas Ergebniskorrektur betreiben, doch gefährlich wurde er Phil Taylor nicht mehr.

Taylor spricht von mangelnder Fitness

"The Power" gewann den Titel, der ihn in den letzten Jahr immer gefehlt hatte. "Ich bin überglücklich, diesen Titel mal wieder gewinnen zu können", freute sich Taylor nach dem Finale.

Für die Probleme zu Beginn der Partie hatte er eine Erklärung: "Colin konnte sich nach seinem Halbfinale hinlegen und eine Stunde schlafen, ich hatte nur eine halbe Stunde Pause und dies machte schon einen Unterschied aus."

Trotz des Erfolgs sieht der 48-Jährige auch Schwächen bei sich: "Ich bin wahrscheinlich nicht mehr fit genug und muss für die Zukunft daran arbeiten. Spieler wie Colin sind jünger und fitter und stecken solche Turniere besser weg als ich."

Osborne zeigte sich als fairer Verlierer: "Ich bin stolz, das Finale erreicht zu haben. Phil ist das Level, das es zu erreichen gilt, um solche Turniere zu gewinnen. Leider war er heute zu stark für mich."

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