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Mark Walsh holt am ersten Tag in Barnsley seinen dritten Saisonsieg © intern

In Barnsley kamen die Favoriten nicht weit. Monk knackt wenigstens den Jackpot. Walsh siegt erst und scheitert an Tag zwei.

Barnsley - In Barnsley, im Norden von England fanden zwei Players Championship Turniere der PDC statt. Die nächste Station liegt in Deutschland, wenn in Dinslaken die German Darts Trophy stattfinden wird.

In Barnsley fehlten die Top 3 der PDC Phil Taylor, James Wade und Raymond van Barneveld.

Angeführt wurde das Feld somit von der Nr. 4 der PDC John Part und dem an 1 gesetzten Dennis Priestley.

Bei den Players Championship Events wird nach der gesonderten Order of Merit gesetzt und für die Spieler aus den Top 10, die angetreten waren, sollte es kein allzu erfolgreicher Tag werden.

Bereits in der ersten Runde traf der an diesem Tag ungesetzte John Part auf Mervyn King und im Duell der Nr. 4 der PDC gegen die Nr. 6 setzte sich der Kanadier knapp mit 6:5 durch.

Co Stompe auf Formsuche

Roland Scholten erwischte es ebenfalls im ersten Spiel, er musste sich Kevin McDine mit 1:6 geschlagen geben. Auch bei Wayne Mardle lief es nicht besser, "Hawaii 501" verlor mit 3:6 gegen John Quantrock und wartet immer noch auf ein gutes Ergebnis in diesem Jahr.

Mark Webster hatte mal wieder das Lospech auf seiner Seite, der Waliser erwischte sofort den im Moment stark spielenden Colin Osborne und verlor mit 4:6. Einen Achtungserfolg schaffte hingegen mal wieder Charis Mason, der sich mit 6:2 gegen Co Stompe durchsetzen konnte.

Co sucht weiterhin verzweifelt nach seiner Form vom Ende des Jahres. In der zweiten Runde erwischte es dann Kevin Painter, der in der Vorwoche noch eine starke UK Open gespielt hatte. "The Artist" unterlag Mick McGowan mit 4:6.

Mit Adrian Lewis, der 3:6 gegen Les Fitton verlor, schied ein weiterer Top 10 Spieler aus und auch Peter Manley wurde auf seinem Weg zurück in die Top 16 mit einem 5:6 von Adrian Gray gestoppt.

Nur eine Partie ging nicht über die volle Distanz

In Runde drei war dann auch das Turnier für den Top Gesetzten Dennis Priestley beendet, er verlor gegen Barrie Bates mit 4:6. Priestley war aber in guter Gesellschaft, denn auch Terry Jenkins, Tony Eccles, Michael van Gerwen, Robert Thornton, Adrian Gray, Andy Hamilton und Mark Dudbridge schieden hier aus.

Im Achtelfinale war dann für die letzten Spieler aus der Top 10 das Turnier zu Ende. John Part unterlag Colin Lloyd (3:6), Ronnie Baxter verlor gegen Andy Jenkins (4:6) und Alan Tabern unterlag Steve Beaton knapp im letzten Leg. Die Spiele im Viertelfinale waren allesamt hart umkämpft und es wurden 43 von 44 möglichen Legs gespielt.

Lediglich die Partie zwischen Colin Osborne und Gary Anderson ging nicht über die volle Distanz. Anderson zeigte sich gut erholt von seiner Erstrundenniederlage bei der UK Open, musste sich aber dem Finalisten von Bolton mit 4:6 geschlagen geben.

Walsh holt Rückstand auf

Osbornes Gegner wurde in der Partie zwischen Jamie Caven und Steve Beaton ermittelt.

Caven spielt im Moment in einer sehr guten Form und er konnte nach Erfolgen über Andy Hamilton und Jelle Klaasen auch gegen Beaton gewinnen.

Vincent van der Voort konnte nach seinem Erfolg über Barrie Bates keinen weiteren Sieg nachlegen und musste sich mit 5:6 Colin Lloyd geschlagen geben. Der Gegner von "Jaws" im Halbfinale war dann Mark Walsh, der nach dem Erreichen der Top 16 im Moment kaum zu bremsen ist.

Walsh setzte sich mit 6:5 gegen Andy Jenkins durch und schaffte dann das gleiche knappe Ergebnis gegen Colin Lloyd zum Finaleinzug.

Walsh holte in dieser Partie sogar einen 1:5 Rückstand auf und checkte 136 zum Match, nachdem Lloyd zuvor das Bullseye verpasst hatte.

Viertes Finale, dritte Niederlage

Im zweiten Halbfinale führte Colin Osborne mit 4:2 gegen Jamie Caven, gab das Spiel dann aber noch ab. Im letzten Leg schaffte Caven ein 116er Finish und er bleibt damit im Rennen um einen Platz bei der World Matchplay im nächsten Monat.

In einem hochklassigen Finale mit sieben 180er in zehn Legs setzte sich aber Mark Walsh mit 6:4 durch und konnte nach Erfolgen in Coventry und Derby seinen dritten Saisonerfolg feiern.

Am Sonntag konnte Colin Osborne dann sein erfolgreiches Wochenende krönen und mit einem 6:2 über Gary Anderson seinen ersten Titel in diesem Jahr feiern.

Für Anderson war es nach seinem Wechsel bereits die vierte Finalteilnahme, allerdings auch schon die dritte Niederlage. Dieses Mal ging der Sieger des Vortages Mark Walsh als Topgesetzter Spieler in den Wettbewerb, doch die Nr. 1 sollte ihm nicht viel Glück bringen.

"Favoritensterben" in Runde eins

Bereits in der ersten Runde schied erneut Roland Scholten mit einem 2:6 gegen Stuart Bousfield aus, das war kein erfreuliches Wochenende für das Tripod auf dem Weg zurück zur Weltspitze.

John Part wurde wieder in die gleiche Gruppe wie Mervyn King gelost, doch der Kanadier verlor seine Auftaktpaarung mit 3:6 gegen Darren Latham und verpasste damit ein zweites Spiel gegen den König.

Mit Peter Manley, Andy Hamilton und Co Stompé hatte die erste Runde dann weitere prominente Opfer.

Die Liste erweiterte sich dann in der nächsten Runde um Mark Webster, Michael van Gerwen, Dennis Priestley, Tony Eccles und Kevin Painter.

Erfolgreichstes Turnier des Jahres

In der dritten Runde verlor Mark Walsh dann ausgerechnet mit Wayne Mardle gegen einen weiteren Spieler, der auf der Suche nach der Form erfolgreicher Tage ist.

Für Mardle lief es an diesem Tag mal wieder etwas besser und er konnte am Ende sein erfolgreichstes Turnier in diesem Jahr spielen. Nachdem Mardle bereits die ersten beiden Partien knapp mit 6:5 gewinnen konnte, setzte er sich auch gegen Mark Walsh mit diesem Ergebnis durch. 48208 (Diashow: die Highlights der WM)

Ebenfalls über die volle Distanz gingen die beiden Niederländer Jelle Klassen und Toon Grebe bei ihren Erfolgen über Colin Lloyd und Ronnie Baxter. Für Terry Jenkins war hier nach einem 5:6 gegen Michael Barnard ebenfalls Endstation.

Niederländer auf "aufsteigendem Ast"

So erfolgreich die dritte Runde auch für die Niederländer war, so schnell ging es dann im Achtelfinale zu Ende.

Zuerst verlor Vincent van der Voort gegen Wayne Mardle (4:6), dann unterlag Jelle Klaasen gegen Mervyn King (3:6) und auch Toon Grebe schied gegen Steve Beaton aus (2:6). Für den jungen Grebe geht es aber stetig bergauf, nachdem er vor knapp einem Jahr zum zweiten Mal zur PDC wechselte.

Als letzter Spieler setzte sich in der oberen Hälfte Gary Anderson gegen Alan Tabern durch.

In der unteren Hälfte spielte Paul Nicholson erneut ein erfolgreiches Turnier und stand nach einem 6:3 gegen Justin Pipe im Viertelfinale, wo er auf Denis Ovens traf, der 6:5 gegen Michael Barnard gewinnen konnte.

Das letzte Viertelfinale war dann die Partie zwischen Colin Osborne (6:3 gegen Martyn Turner) und Robert Thornton (6:4 gegen Wayne Jones).

Erstes Halbfinale für Nicholson

An diesem Tag waren die letzten Spiele schneller zu Ende als noch am Vortag.

Wayne Mardle gewann mit 6:2 gegen Mervyn King und Gary Anderson schaffte das gleiche Ergebnis, um Steve Beaton auf Distanz zu halten.

Paul Nicholson erreichte sein erstes Halbfinale in der PDC durch ein 6:4 gegen Denis Ovens und Colin Osborne schaffte mit einem 6:3 gegen Robert Thornton zum zweiten Mal in Folge den Sprung in die Vorschlussrunde.

Dieses Mal ließ der "Wizard" jedoch nichts anbrennen und zog mit einem überzeugenden 6:2 in das Finale ein.

Osborne einfach zu stark

Gary Anderson beendete dann den Lauf von Wayne Mardle mit einem 6:4 Erfolg und er traf somit zum zweiten Mal an diesem Wochenende auf Colin Osborne.

Wie am Vortag musste er sich dann aber auch geschlagen geben, Colin Osborne war an diesem Tag einfach zu stark. Das Highlight an diesem Tag schaffte Colin Monk mit einem 9 Darter bei seinem 6:1 über Ray Ferrell, der ihm den Jackpot in Höhe von 2.000 Pfund einbrachte.

Viel Glück hat es darüber hinaus nicht gebracht, denn Monk verlor das nächste Spiel mit 1:6 gegen Steve Beaton.

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