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Der Engländer Ronnie Baxter ist unter dem Spitznamen "The Rocket" bekannt © getty

Im zweiten Qualifikationsturnier spielen die Deutschen nur in Runde eins erfolgreich. Baxter ist Taylor im Finale überlegen.

München/Las Vegas - Mit einem 6:2 Erfolg über Phil Taylor hat Ronnie Baxter die Las Vegas Players Championship gewonnen.

Es war die Neuauflage des Endspiels vom letzten Jahr und dieses Mal schaffte Ronnie Baxter die Revanche und holte sich seinen ersten Turniersieg in diesem Jahr. Darüber hinaus ist "The Rocket" der zweite Spieler, der Phil Taylor in diesem Jahr bei einer Players Championship besiegen konnte.

Dabei musste Baxter bereits in der ersten Runde gegen den Japaner Morihiro Hashimoto alles geben, um sich über die komplette Distanz durchsetzen zu können. Danach ließ es besser und Baxter erreichte nach Erfolgen über Davis Snider, Wayne Mardle, Kevin Painter und John Part das Halbfinale.

Der Mann mit den bunten Haaren

Gegner dort war dann Peter Wright, der nach dem Erreichen des Hauptfeldes der Las Vegas Desert Classic am Vortag nun sein bestes Ergebnis bei einem Players Event feiern konnte.

Damit könnte der Mann mit den bunten Haaren sich sogar die Teilnahme an der World Matchplay gesichert haben, die später in diesem Monat ausgetragen wird.

Drei Legs in Folge

Auf dem Weg in das Finale gewann er unter anderem sicher gegen Colin Lloyd, Dennis Priestley und Co Stompé. Für eine Finalteilnahme reichte es bei Wright dann aber noch nicht und er unterlag Baxter mit 3:6.

Das Endspiel eröffnete Baxter mit einem 121er Finish und er führte mit 2:0, bevor Taylor mit einem 104er Finish sein erstes Leg holen konnte. Baxter gewann dann drei Legs in Folge und stand beim 5:1 schon kurz vor dem Sieg.

Taylor hielt sich mit einem 128er Finish zum 12 Darter noch einmal in der Partie, doch Baxter warf im nächsten Leg eine 180 und konnte es sich erlauben, sieben Matchdarts zu vergeben, bevor er endlich zum Turniersieg traf.

Geteilter Jackpot

Für Phil Taylor war es der erste Auftritt seit dem Gewinn der UK Open.

Seit diesem Triumph hatte er leichte Probleme mit dem Rücken und kann mit der Generalprobe für die Desert Classic im Großen und Ganzen zufrieden sein.

Nach Erfolgen über die US-Amerikaner Darin Young und John Kuczynski setzte er sich ohne Legverlust gegen Rocco Maes und Simon Whitlock durch.

Im Halbfinale gewann er dann einmal mehr in diesem Jahr gegen Gary Anderson, dieses Mal mit 6:2. (48208Diashow: die Highlights der WM)

In der letzten Zeit gibt es immer wieder einen 9 Darter zu vermelden, bei diesem Event gelang mit Larry Butler und Wes Newton gleich 2 Spieler dieses Kunststück. Beide teilen sich den Jackpot von 800 Pfund, verloren aber auch jeweils ihre Spiele, in denen das perfekte Leg fiel.

Ein prominentes Opfer

Die 32 gesetzten Spieler hatten ihre ersten Partien in der zweiten Runde.

Einmal mehr Pech hatte Mark Webster, dem der Weg nach oben in den Rankings nicht leicht gemacht wird. Der Waliser erwischte gleich die Nr. 2 der PDC James Wade und musste sich mit 4:6 geschlagen geben.

Webster war aber in bester Gesellschaft, denn auch Terry Jenkins unterlag in dieser Runde mit 5:6 gegen Gerry Convery.

Das prominenteste Opfer in der dritten Runde war Raymond van Barneveld, der sich mit 5:6 den international unbekannten Jim Newman beugen musste.

Doch auch für Michael van Gerwen, Roland Scholten, Colin Lloyd und Steve Beaton war hier das Turnier bereits beendet.

Das zweite Qualifikationstunier

Der ehemalige Champion Peter Manley hat sich unter die letzten sechs Qualifikanten für die Las Vegas Desert Classic spielen können.

Manley, der Sieger des Jahres 2003 musste in die Qualifikation, nachdem er erst kürzlich aus den Top 16 der PDC gefallen war. Nach seiner enttäuschenden Niederlage gegen Shane O?Connor kam er 24 Stunden später zurück und erfüllte seine Mission.

Dabei gewann er unter anderem die Revanche gegen O?Connor, bevor er sich dann zu Null gegen Bryan de Hoog durchsetzen konnte.

Wes Newton, der schon zweimal das Halbfinale der Desert Classic erreichen konnte, buchte seinen Platz in diesem Jahr mit einem entscheidenden 5:1 Erfolg über Roland Scholten. Der Schotte Gary Anderson sicherte sich sein Debüt bei der Desert Classic mit einem 5:1 über Sam Rooney, nachdem er bereits zuvor Mark Dudbridge besiegen konnte.

Hazel unter den letzten sechs

Colin Monk hatte am Vortag noch in der zweiten Runde verloren, erreichte jetzt aber nach Erfolgen über John Murray, Kevin Dowling und Denis Ovens das entscheidende Spiel, das er mit 5:3 gegen den Kanadier Ken MacNeill gewinnen konnte.

Für Monk war es nach seinem 9 Darter in Barnsley vor ein paar Wochen das zweite Highlight in diesem Jahr.

Sensationell schaffte der Neu-Seeländer Phillip Hazel den Sprung unter die Letzten 6 des Tages und er wird nun seinen ersten Auftritt vor TV-Kameras haben. Hazel besiegte Barrie Bates mit 5:2 und für den Waliser war es nach dem Ausscheiden gegen Somin Whitlocj am Vortag die zweite Niederlage im entscheidenden Spiel.

Qualifikanten nur mäßig unterwegs

Nachdem Louis Blundell bereits bei den UK Open mit dabei war, wird er nun zum ersten Mal auf einer großen Bühne bei einem TV-Turnier dabei sein.

Für die beiden Qualifikanten der PDC Europe lief es an diesem Tag etwas besser, zumindest konnten Joachim Kössler und Andreas Waldenmaier ihre ersten Spiele gewinnen.

Kössler gewann mit 5:0 gegen Preston Fox, bevor er sich mit 0:5 dem Niederländer Jan van der Rassel beugen musste.

Auch sein Teamkollege Andreas Waldenmaier schaffte ein 5:0 im ersten Spiel gegen Roger England, traf dann aber wie am Vortag auf Steve Maish und unterlag dieses Mal glatt mit 0:5.

Michael Putz unterlag in der ersten Runde Dave Ladley mit 2:5.

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