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Phil Taylor gilt mit 14 WM-Titeln als bester Dartspieler aller Zeiten © getty

In den Halbfinals der Las Vegas Desert Classic stehen sich die Top 4 der Order of Merit gegenüber. Phil Taylor muss hart kämpfen.

München/Las Vegas - Die Las Vegas Desert Classic gegen langsam in die entscheidende Phase und es bleibt weiterhin das Turnier der gesetzten Topspieler.

Nachdem bereits die Top 7 der PDC in das Viertelfinale einziehen konnte, spielt nun die Top 4 der Order of Merit im Halbfinale gegeneinander

Es kommt somit heute zu den Traumpaarungen Phil Taylor gegen John Part und James Wade gegen Raymond van Barneveld.

Die Partien im Überblick:

John Part ? Terry Jenkins 10:8

Mit einem hart umkämpften 10:8-Erfolg über Terry Jenkins hält sich John Part die Möglichkeit eines zweiten Titels weiter offen. Der Kanadier kam sofort gut in die Partie und schaffte gleich ein Break mit einem 112er Finish, bevor er ein 78er Finish warf und mit einem 14 Darter mit 3:0 in Führung gehen konnte.

Mit einem 88er Finish holte sich Jenkins sein erstes Leg und er konnte dann auch auf 2:3 verkürzen, zu diesem Zeitpunkt hatte keiner der beiden Spieler einen Dart auf Doppel verpasst. Dies änderte sich dann, als Part nach der ersten Pause vier Legs in Folge gewinnen konnte und dabei mit einem 11 Darter das 7:2 machte.

Es folgte ein 13 Darter und anschließend ein 121er Finish von Jenkins, bevor Part erneut ein Leg gewinnen konnte. Jenkins holte nun Leg um Leg und kam bis auf 7:8 heran. Doch "Darth Marple" blieb gelassen, stellte sich mit einer 168 ein Doppel und baute die Führung wieder aus. Jenkins konnte nach seiner fünften 180 noch einmal verkürzen, doch Part warf sein sechstes Maximum und traf die Doppel 4 zum Sieg.

"Es war bis jetzt eine sehr gute Woche und ich freue mich auf den Sonntag", sagte Part. "Meine Form war in der letzten Zeit zu wechselhaft und ich musste mich immer wieder antreiben, wenn sie mal wieder schlecht war. Ich habe schon sicher mit 7:2 geführt, doch Terry war wie ein Hund, der einen Knochen jagt. Doch letztendlich war meine Führung gerade groß genug und er konnte mich nicht mehr einholen."

Raymond van Barneveld ? Mervyn King 10:1

Mervyn King musste gegen Raymond van Barneveld eine bittere 1:10-Niederlage einstecken und muss seine Ambitionen auf seinen ersten PDC Major Titel weiter verschieben.

Barney schaffte mit 103,23 den bis dahin höchsten Turnieraverage und sorgte für das zweite Viertelfinal-Aus von King in Folge in Las Vegas. King verpasste zweimal das Bullseye in den ersten Legs und Barney holte sich mit zwei 13 Dartern sofort zwei Breaks zu einer 3:0 Führung. Der Niederländer hielt sein hohes Niveau und gewann auch die folgenden drei Legs zu einer 6:0 Führung.

Nach Scores von 134 und 180 hatte King dann im siebten Leg einen Vorsprung und er traf dann die Doppel 16 zum 13 Darter. Im nächsten Leg hatte er auch nach 12 Darts einen Rest von 40, doch Barney holte sich den Durchgang als Vorleger in 14 Darts und schaffte damit die endgültige Vorentscheidung, der Sieg war dann nur noch Routine.

"In den ersten Legs hatte Mervyn seine Chancen auf Doppel, doch ich habe meine genutzt und 5:0 geführt", sagte Barney. "10:1 ist ein großartiges Ergebnis aber ich habe nie gedacht, dass es so einfach werden würde. Ich bin glücklich über den Sieg und kann am Sonntag hoffentlich auch so spielen."

Phil Taylor ? Gary Anderson 10:6

Bei seinem ersten Viertelfinale in einem PDC Major Turnier führte Gary Anderson bereits mit 3:1 gegen Phil Taylor. Taylor gewann das erste Leg, danach holte sich der Schotte drei Durchgänge und spielte dabei auch ein 106er Finish zum 3:1. Doch "The Power" antwortete schnell und warf ein 92er Finish zum 12 Darter, bevor er mit einem Rebreak ausgleichen konnte und dann sogar 4:3 in Führung ging.

Die nächsten beiden Legs wurden geteilt, bevor Taylor ein weiteres Break zum 6:4 schaffte. Nachdem Taylor zweimal die Doppel 20 verpasst hatte, schaffte Anderson gleich sofort das Rebreak, doch er ließ im nächsten Leg selbst Chancen ungenutzt und Taylor stellte den alten Abstand wieder her. Taylor holte sich dann das nächste Leg und hatte dann genügend Vorsprung, um den Sieg mit 10:6 sicher nach Hause zu bringen.

"Gary ist ein großartiger Spieler", sagte Taylor. "Er hat keine Lust mehr, zu verlieren und er wird in meinen Augen eine harte Konkurrenz werden. Wenn es bei ihm läuft, dann trifft er alles, was er will. Wenn er dann noch seine leichten Schwächen auf Doppel abstellt wird er einer der Spieler der Zukunft sein."

James Wade ? Adrian Lewis 10:6

Als letzter Spieler konnte sich James Wade in das Halbfinale spielen und er bleibt auf dem Weg zu seinem zweiten Finale in Folge. Lewis hatte bei seinem Erfolgen über Manley und van der Voort seine besten Leistungen in diesem Jahr zeigen können, verpasste aber in diesem Spiel einige wichtige Doppel.

Wade hingegen schaffte sofort ein 104er Finish zum Break und zog dann auf 2:0 davon. Mit einem 121er Finish verkürze Lewis, und konnte nach dem 13 Darter von Wade auch auf 2:3 heran kommen. Wade traf seine Doppel 20 gewohnt sicher, doch Lewis blieb dran und hielt mit einem 11 Darter den Abstand beim Stand von 4:5.

Die nächsten beiden Legs wurden dann auch geteilt und als alles danach aussah, dass es so spannend weiter gehen würde, holte sich Wade drei Legs in Folge zu einer 9:5 Führung. Mit einer Doppel 19 hielt sich Lewis noch einmal in der Partie, doch im nächsten Leg nutzte "The Machine" seine Chance und sicherte sich das Halbfinale gegen Barney.

"Es war kein herausragendes Spiel, doch Adrian hat viele Doppel vergeben", sagte Wade. "Es war ein Kampf und ich habe ihn überstanden. Ich kann es gar nicht abwarten, gegen Raymond zu spielen, dies wird ein gutes und hartes Spiel werden."

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