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Die beiden Finalisten Carlos Rodriguez und Adrian Lewis (r.) © getty

Adrian Lewis gewinnt bei den Austrian Open in Salzburg mit einem "NineDarter", Jamie Caven gelingt ein Überraschungstriumph.

Salzburg - Mit Siegen von Adrian Lewis und Jamie Caven gingen die ersten Austrian Open der PDC Europe in Salzburg zu Ende.

Es war das erste PDC überhaupt, das in Österreich ausgetragen wurde und dementsprechend war das Interesse der Zuschauer und Teilnehmer hoch. Schon frühzeitig waren beide Tage ausverkauft und die Zuschauer sorgten für eine hervorragende Stimmung.

Wenige Tage vor dem Event musste der große Turnierfavorit und Publikumsliebling Phil "The Power" Taylor seine Teilnahme leider absagen. Doch nun gab es statt einem Favoriten plötzlich 30 und die Profis der PDC enttäuschten die Zuschauer nicht.

Lewis siegt mit NineDarter

Den ganzen Tag über wurden schon ausgesuchte Spiele auf der Bühne präsentiert, aber das was die Teilnehmer des Halbfinales und des Endspiels zeigten, war absolute Weltklasse.

Das Highlight der Veranstaltung war dann der 9 Darter von Adrian Lewis im Endspiel am Samstag auf dem Weg zum Titel, der von den Fans mit Standing Ovations gefeiert wurde. "Nachdem ich die ersten beiden 180er geworfen hatte fühlte ich mich bereit für den 9 Darter", sagte Lewis nach dem Spiel.

"Das 141er Finish klappte dann traumhaft sicher, das Gefühl ist einfach unbeschreiblich."

Enges Match gegen "Rosi"

Den Titel widmete Lewis seiner Tochter Myla Niamh, die erst wenige Wochen alt ist. Dabei hätte Lewis fast das Halbfinale verpasst, denn der Deutsche Michael Rosenauer zeigte sich an diesem Wochenende wieder in Bestform und er war der Gegner von Lewis im Viertelfinale.

Rosenauer führte mit 2:0 und hatte Chancen, auf 5:3 davon zu ziehen. Am Ende gab es eine knappe 5:6-Niederlage, der 5. Platz ist aber trotzdem das zweitbeste Ergebnis eines deutschen Spielers bei einem Turnier der PDC.

Besser war nur "Rosi501" selbst, als er im letzten Jahr in Las Vegas das Halbfinale erreichen konnte.

Rosenauers WM-Chancen gestiegen

Rosenauer hat durch die Preisgelder an diesem Wochenende in der europäischen Order Of Merit einen großen Sprung nach vorne gemacht.

Nun kann er sich wieder berechtigte Hoffnungen auf eine Teilnahme an der kommenden European Championship in Amsterdam und an der 48208World Darts Championship in London machen.

Lokalmatador im Achtelfinale gescheitert

Auch Mensur Suljovic steht hervorragend in dieser Wertung. Am Samstag lief es bei dem Österreicher nicht so gut, dafür erreichte er am Sonntag das Achtelfinale, wo er nach einer starken Leistung knapp gegen den späteren Finalisten Steve Beaton verlor.

Einen guten Tag erwischte der Spanier Carlos Rodriguez, der zum zweiten Mal in seiner Karriere das Finale eines PDC Turniers erreichen konnte. Dabei gewann "C-Rod" unter anderen gegen Steve Beaton, Peter Manley, Wayne Jones und Alan Tabern im Halbfinale.

Lewis streicht 6.000 Pfund ein

Sein erstes Finale war in Deutschland im letzten Jahr beim Turnier in Dinslaken, damals verlor Rodriguez gegen Colin Osborne. Fast wäre es zu einer Neuauflage dieses Endspiels gekommen, doch Osborne musste sich nach großem Kampf im Halbfinale Adrian Lewis geschlagen geben.

Lewis, der den Nickname "Jackpot" trägt, machte seinem Namen dieses Mal alle Ehre. Nach einem hochklassigen 6:4 über Carlos Rodriguez kassierte er den Siegerscheck in Höhe von 6.000 Pfund und durfte sich noch über einen Zuschlag von 1.600 Pfund aus dem Jackpot für den 9 Darter freuen.

Topspieler der PDC scheitern

Am zweiten Tag ließ es Lewis dann etwas ruhiger angehen und er verlor in der dritten Runde gegen Steve Beaton, der an diesem Tag an seine erfolgreichen alten Tage erinnern konnte.

Für den ehemaligen Weltmeister der BDO war es die erste Finalteilnahme bei der PDC. Die Topspieler der PDC hatten am Sonntag keinen leichten Stand und schieden einer nach dem anderen aus.

So kam es dann, dass kein Spieler der Top 10 den Sprung in das Viertelfinale schaffen konnte.

Die große Überraschung war der Nordire Brendan Dolan, der erstmals das Halbfinale erreichen konnte. Am Vortag gewann er noch gegen Jamie Caven, doch dieses Mal musste er sich "Jabba" geschlagen geben.

Das 6:2 im Finale gegen Steve Beaton war für Jamie Caven der zweite Turniersieg in seiner Karriere und er steht nun erstmals unter den Top 32 der PDC.

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