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Enttäuschung beim Weltmeister: Nur hauchdünn verpasst Phil Taylor den 9-Darter ©

Beim World Grand Prix in Dublin verpasst Phil Taylor knapp das perfekte Spiel. Adrian Lewis und Gary Anderson streiten sich.

München - So nah dran wie er war noch niemand an einem 9-Darter bei einem Turnier im Double-In-Format: Phil Taylor verpasste nur um einen Zentimeter das Bullseye und somit eine historische Leistung.

Neben der Extraprämie von 20.000 Pfund ist Phil Taylor besonders scharf auf die historische Dimension.

Für jemanden, der schon so gut wie alles mehrfach gewonnen hat, sind solche Momente das Salz in der Suppe.

Andy Smith ? Colin Lloyd 3:2 (0:3,3:2,3:1,2:3,3:1)

Andy Smith und Colin Lloyd eröffneten mit ihrer Partie das Achtelfinale. Lloyd machte im ersten Leg dort weiter, wo er gegen John Part aufgehört hatte und gewann den Satz sicher mit 3:0. Dabei spielte "Jaws" Finishes von 124, 90 und 110 zum 12-Darter.

Smith holte sich dann im zweiten Satz sein erstes Leg und führte mit 2:1, als Lloyd das vierte Leg mit 160 und 180 begann. Er verpasste allerdings den siebten Dart auf Treble, konnte aber trotzdem in 13 Darts ausgleichen. Smith nutzte dann seinen Vorteil, um sich den zweiten Satz im letzten Leg sichern zu können.

Nun war Lloyd etwas durcheinander und er verpasste zwölf Darts, um in das Leg zu kommen. Smith nutzte diese Phase und zog auf 2:0 davon. Auch wenn der Champion von 2004 mit einem 156er Finish verkürzen konnte, holte sich Smith mit einem 105er Finish den dritten Satz.

Nachdem das erste Leg an Smith ging, schaffte Lloyd ein weiteres High Finish mit 150 zum 12-Darter, verpasste im nächsten Leg aber das Bullseye zum Break. Lloyd konnte allerdings ausgleichen, vergab dann im fünften Leg nach Scores von 160, 140 und 145 zwei Darts auf Doppel und so hatte Smith einen Matchdart auf die Doppel 20 zu einem 108er Finish. Der "Pie Man" vergab allerdings und somit ging die Partie in den entscheidenden Satz.

Beim Stand von 1:1 verpasste Lloyd neun Darts auf Doppel, kam aber trotzdem noch in das Leg und hatte einen Dart auf Bull zum Break. Im vierten Leg hatte Smith dann seinen zweiten Matchdart auf Doppel 18, den er auch vergab. Doch Lloyd nutzte seine Chance nicht und so bekam Smith eine weitere Chance, die er zum Sieg nutzte.

Adrian Lewis ? Gary Anderson 3:2 (3:2,2:3,3:2,1:3,3:1)

Es folgte ein Spiel, dass alles in sich hatte, Spannung, Höchstleistungen und viele Emotionen. Insgesamt wurden 16 Maximums geworfen und es war eines der besten Spiele, die es jemals bei diesem Event gegeben hat.

Beide Spieler gerieten auch noch aneinander, als Gary Anderson der Meinung war, dass Adrian Lewis seine Wurfzone verletzt hatte. Nach einem kleinen Wortgefecht ging es aber weiter und Lewis holte sich den ersten Satz, während Anderson einen Moment brauchte, um wieder konzentriert zu werfen.

Anderson fing sich noch rechtzeitig und gewann den zweiten Satz ebenfalls im fünften Leg. Im dritten Satz warf Lewis erst ein 126er Finish auf Doppel 6 im dritten Leg und er holte sich dann die Satzführung mit einem 167er Finish zurück. Anderson kam noch einmal zurück und holte sich den vierten Satz, auch wenn Lewis zwischenzeitlich ein 140er Finish spielte.

Im ersten Leg des fünften Satzes warf der Schotte dann seine neunte 180 und schaffte auch ein Break, verpasste dann aber knapp die Doppel 12 im nächsten Leg, ls Lewis ausgleichen konnte. Lewis warf dann seine siebte 180 im dritten Leg und ging dann mit 2:1 in Führung.

Das nächste Leg eröffnete der Engländer dann mit 160 und 140 und damit hatte er den Widerstand seines Gegners gebrochen, der acht Darts brauchte, um in das Leg zu kommen. Viel mehr holte Anderson dann auch nicht mehr, denn Lewis sicherte sich mit einem 11-Darter das Ticket ins Viertelfinale, wo er nun auf Phil Taylor treffen wird.

Phil Taylor ? Wayne Jones 3:0 (3:2,3:1,3:0)

Phil Taylor hatte es im Anschluss mal wieder eilig und erledigte seine Aufgabe im Achtelfinale sicher mit einem 3:0 Erfolg über Wayne Jones, der nur drei Legs gewinnen konnte.

Die ersten vier Legs wurden geteilt, bevor Taylor sich das fünfte Leg zum Satzgewinn holen konnte. Jones gewann dann das erste Leg im zweiten Satz, doch The Power holte sich drei Legs in Folge zur 2:0 Satzführung. Nach einem 64er Finish wäre es dann im zweiten Leg fast soweit gewesen.

Nach einer 160 und einer 180 wurde es still im Saal, als Taylor auch noch die Treble 20 und Treble 17 zum 161er Finish traf, doch das Bullseye wollte nicht und so wurde es am Ende "nur" einen 11-Darter. Mit einer Doppel 14 holte sich Taylor dann das sechste Leg in Folge und war somit der dritte Spieler im Viertelfinale.

Terry Jenkins ? Mark Dudbridge 3:1 (3:1,1:3,3:2,3:2)

Zum vierten Mal in Folge hat der Finalist von 2006 und 2007 das Viertelfinale bei diesem Event erreicht, auch Mark Dudbridge konnte Terry Jenkins nicht aufhalten. Dudbridge warf insgesamt sieben 180er in dieser Partie.

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