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Im WM-Finale 2009 besiegte Phil Taylor Raymond van Barneveld (r.) © getty

Die Neuaflage des Vorjahresfinals ist perfekt: Phil Taylor und Raymond van Barneveld erreichen beim World Grand Prix das Endspiel.

München - Zum zweiten Mal in Folge kommt es beim Skybet World Grand Prix zum Finale zwischen Phil Taylor und Raymond van Barneveld.

Im Vorjahr konnte "The Power" das Endspiel mit 6:2 für sich gestalten, in diesem Jahr nimmt Barney einen erneuten Anlauf, dieses Turnier zum ersten Mal zu gewinnen.

Auch im WM-Finale standen sich der Brite und der Niederländer gegenüber. Dabei behielt ebenfalls Taylor die Oberhand.

Raymond van Barneveld ? Andy Hamilton 5:2 (1:3,3:0,3:2,1:3,3:1,3:2,3:1)

Den Anfang machte Raymond van Barneveld, der als erster Spieler ins Finale einzog.

Gegen Andy Hamilton war es lange eine ausgeglichene Partie, die zum Ende aber zunehmend vom Niederländer bestimmt wurde. Der erste Satz ging an den Engländer, der zum ersten Mal in das Finale des World Grand Prix einziehen wollte.

"Barney" holte dabei nur ein einziges Leg, als er nach einer 180 ein 90er Finish spielen konnte. Der zweite Satz ging jedoch glatt an Barney, der dabei ein 118er Finish werfen konnte. Hamilton holte sich dann das erste Leg im dritten Satz, vergab dann aber Darts auf Doppel im dritten Leg und Barney breakte ihn. .

Hamilton kam noch einmal zurück, doch Barney eröffnete das fünfte Leg mit einer 152 und checkte 109 zum 2:1. Im ersten Leg des vierten Satzes schaffte Hamilton ein Break, welches ihm dann auch zum Satzausgleich reichte.

Der fünfte Satz hatte dann einen vorentscheidenden Charakter, als sich Barney die ersten beiden Legs mit einer Doppel 4 und Doppel 1 holte und dabei von den vergebenen Chancen seines Gegner profitierte.

Der Satz ging mit 3:1 an den Niederländer, der somit erneut die Satzführung übernahm. Hamilton führte im nächsten Satz mit 2:1 nach einem 92er Bullfinish, doch Barney glich aus und holte sich auch das entscheidende Leg zum 4:2.

Beim Stande von 1:1 warf Barney seine fünfte 180 in dieser Partie und checkte kurze Zeit später 72 zum 2:1. Nach einer weiteren 180 nutzte Barney dann seinen dritten Matchdart zum Einzug in das Finale.

Mit diesem Erfolg ist Barney auch nach langer Zeit wieder die Nr. 2 der PDC, er überholte James Wade, der in der Order of Merit seinen Erfolg von vor zwei Jahren gestrichen bekam.

"Ich bin richtig glücklich, im Finale zu sein, weiß aber auch, dass ich besser spielen muss, wenn ich es gewinnen möchte", sagte van Barneveld, der in diesem Spiel einen Average von 87,72 erzielen konnte.

Phil Taylor ? Terry Jenkins 5:2 (3:1,3:0,2:3,3:1,3:2,0:3,3:1)

Ebenfalls mit einem 5:2, dafür aber mit einem Average von 99,76 zog Phil Taylor dann in sein neuntes Finale beim World Grand Prix ein. Alle bisherigen Endspiele in Dublin konnte "The Power" für sich entscheiden.

Auch im Halbfinale begann Phil Taylor auf einem extrem hohen Niveau und ließ seinem Gegner kaum eine Chance, bevor Terry Jenkins besser in die Partie kam und als erster Spieler in dieser Woche Phil Taylor einen Satz abnehmen konnte.

"Das war heute harte Arbeit für mich", sagte Taylor nach der Partie. "Terry war schon begraben nach den ersten beiden Legs, doch er ist ein großartiger Spieler und kam noch einmal zurück."

"Ich freue mich, nun erneut gegen Raymond im Finale zu stehen und kann hoffentlich den Titel halten. Andy konnte den Druck nicht lange genug halten, das muss ich anders machen."

Terry Jenkins wurde sofort unter Druck gesetzt, als Taylor sechs der ersten sieben Legs zu einer 2:0-Satzführung gewinnen konnte. Mit einem 92er Finish holte sich Taylor den ersten Satz und spielte danach den zweiten 10 Darter in dieser Woche, als er nach fünf perfekten Darts nach Scores von 160, 140 und 177 die Doppel 12 treffen konnte.

Das nächste Leg eröffnete er erneut mit einer 160 und traf dann die Doppel zum 13 Darter, bevor er noch einen 11 Darter zum Satzgewinn folgen ließ. Nach einem weiteren 13 Darter führte Taylor auch im dritten Satz und ließ dann ein 117er Finish zum 2:1 folgen. Jenkins konnte zum 2:2 ausgleichen und nutzte dann eine der wenigen Chancen, die einem in diesen Tagen von Phil Taylor gegeben werden.

Taylor vergab drei Darts auf Doppel zum 3:0 und so konnte Jenkins ihm den ersten Satz in diesem Turnier abnehmen. Jenkins holte sich auch das erste Leg im vierten Satz, bevor Taylor wieder zu gewohnter Form fand. Er holte sich drei Legs in Folge zum Satzgewinn, wobei er zum Satz einen 11 Darter mit 2x180 werfen konnte, wobei auch noch ein Dart am Anfang über das Doppel ging.

Im fünften Satz fiel in jedem der ersten vier Legs eine 180 und es gab vier Breaks in Folge zum 2:2. Im fünften Leg kam Jenkins nicht in die Partie und kassierte am Ende dann sogar die Höchststrafe, als Taylor 146 zum 12 Darter ausmachen konnte und er noch bei "501" stand.

Nun war "The Power" wohl schon mit den Gedanken im Finale, denn der nächste Satz ging glatt an Jenkins, der nach einem 90er Finish zwei 13 Darter spielen konnte. Doch seine wagen Hoffnungen auf eine Wende wurden dann im nächsten Satz zerstört, als Taylor gewohnt sicher die Partie nach Hause brachte.

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