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Phil Taylot gewann bereits 2007 und 2008 den Grand Slam © getty

Trotz eines 0:2-Satzrückstands gegen Raymond van Barneveld gewinnt Phil Taylor auch das fünfte der fünf großen Major-Turniere.

München - Phil Taylor hat im Finale des Skybet World Grand Prix einen 0:2-Satzrückstand aufgeholt und sich zum neunten Mal den Titel gesichert.

Zum zweiten Mal in Folge kam es zum Duell zwischen Phil Taylor und Raymond van Barneveld in Dublin, am Ende konnte erneut die englische Nr. 1 der PDC gewinnen.

Phil Taylor hat sich somit auch den Grand Slam mit den Titeln bei den 5 großen Major Turnieren in einem Jahr sichern können.

Phil Taylor - Raymond van Barneveld 6:3 (2:3,2:3,3:0,3:1,3:2,3:0,3:1,2:3,3:0)

Raymond van Barneveld nutzte einen schwachen Start seines Gegners und gewann die ersten beiden Sätze in diesem Finale.

Doch dann erreichte Phil Taylor seine gewohnt starke Form, holte sich sechs der nächsten sieben Legs und sicherte sich den Siegerscheck über 100.000 Pfund.

Damit hat es Taylor als erster Spieler in der Geschichte des Dartsports auf über 500.000 Pfund Preisgeld in einem Jahr gebracht. Van Barneveld erhält für Platz zwei immerhin noch 40.000 Pfund und steht nun wieder auf Platz zwei hinter Phil Taylor in der Order of Merit.

"Barney hat mich unter Druck gesetzt"

"Ich bin überglücklich", sagte Taylor nach der Partie. "Raymond hat nie aufgegeben und es war ein schweres Finale, ich bin froh, es gewonnen zu haben."

"Ich hätte auch 2:0 führen können, doch dem war nicht so und ich wusste, dass ich nun meine Doppel und Treble besser treffen muss. Barney hat die richtigen Würfe zum richtigen Zeitpunkt gemacht und mich somit mächtig unter Druck gesetzt. Doch ich habe nicht nachgelassen und habe den Kampf aufgenommen."

Taylor hat im Laufe des Turniers einen imposanten Gesamt-Average von 99 spielen können, doch in den ersten Sätzen kam er an diese Werte nicht heran.

Taylor schwächelt auf Doppel

Die ersten vier Legs in diesem Finale wurden geteilt und es war der Titelverteidiger, der im entscheidenden Leg schwächelte und 11 Darts auf Doppel zum Start vergab. Eine 180 brachte ihn in das Leg zurück und er hatte dann sogar noch einen Dart auf Doppel zum Satzgewinn, verpasste seine Chance aber und "Barney" nutzte dann seine Möglichkeit.

Mit einem 13 Darter brachte sich Taylor dann im zweiten Satz mit 2:1 in Führung, vergab dann aber drei Darts zum Satzgewinn und so ging auch der zweite Satz in das fünfte Leg.

Auch hier hatte Taylor ungewohnte Schwächen auf Doppel und Barney nutzte dies für eine 2:0-Führung.

Rechtzeitig fand "The Power" nun seine Bestform und er holte sich fünf Legs in Folge. Mit 13, 14 und 11 Darts sicherte er sich den dritten Satz und er ließ dann Finishes von 86 und 110 zum 2:0 im vierten Satz folgen.

180 von "Barney" wertlos

Van Barneveld warf im nächsten Leg eine 177 und konnte den Lauf von Taylor mit einer Doppel 16 kurzfristig bremsen. Taylor eröffnete das nächste Leg mit einer 160 und sicherte sich den Satz trotz einer 180 des Niederländers zum Ausgleich.

Die Auferstehung von Taylor ging im fünften Leg weiter, als er einen 13 Darter zum 2:1 werfen konnte. Im vierten Leg verpasste er dann aber zwei Darts auf Doppel und die Partie ging nach einem 95er Finish von Barney ein drittes Mal in ein fünftes Leg.

Doch nun zeigte Taylor die Stärke, die er die ganze Woche über in einem fünften Leg hatte und spielte einen 11 Darter mit 180 und einem 96er Finish zu einer ersten Führung.

Barneveld nicht mehr beständig

Nun legte "The Power" sofort nach und holte sich nach zwei 13 Darter den sechsten Satz zu Null zu einer 4:2 Führung. Auch das nächste Leg ging an Taylor, bevor Barney mit einem 11 Darter mal wieder sein Können zeigte.

Der Niederländer spielte aber in dieser Phase nicht beständig genug und Taylor ging mit einem 62er Finish erneut in Führung.

Im vierten Leg warf Taylor dann einen 12 Darter mit einem weiteren 62er Finish und sicherte sich damit den fünften Satz in Folge. Im achten Satz warf Barney dann drei 180er und nach zwei 13 Dartern konnte er sich den Satz dann sogar mit 3:2 sichern und noch einmal verkürzen.

Doch Taylor, der nun keine Spur von Nervosität mehr zeigte, ließ nichts mehr zu und holte sich das erste Leg im neunten Satz mit einem 13 Darter.

"Ich liebe es zu gewinnen"

Im zweiten Leg hatte "Barney" leichte Probleme auf das Startdoppel und nach dem 15 Darter von Taylor zum Break war die Vorentscheidung gefallen. Im nächsten Leg warf Taylor dann seine neunte 180 (Barney schaffte auch 9x180) und sicherte sich stilvoll mit einem 105er Finish zum 12 Darter seinen neunten Titel.

"Ich liebe es zu gewinnen", sagte Taylor, der nun 2009 bei 6 großen TV-Veranstaltungen den Titel gewinnen konnte. "Ich liebe den Wettbewerb und die Spieler, die im Moment dabei sind. Ich sehe einige Spieler, die langsam den Durchbruch schaffen und die eine große Zukunft haben."

"Das schwerste Turnier überhaupt"

Van Barneveld hatte einige Auszeiten in diesem Jahr genommen und spielte eigentlich nur die großen Events. Nun verlor er zum zweiten Mal in Folge das Endspiel des World Grand Prix, räumte aber neidlos ein, gegen den besseren Spieler verloren zu haben.

"Ich führte mit 2:0, wusste aber, dass Phil nicht sein bestes Spiel zeigte", sagte Barney. "Ich war glücklich über die Führung, doch dann kam Taylor wie ich es erwartet hatte mächtig zurück in die Partie."

"Das war ein schweres Spiel und die Partien zuvor in dieser Woche gegen Tabern und Newton, die in das letzte Leg gingen, haben mich viel Energie gekostet."

"Dies ist das schwerste Turnier überhaupt, weil man mit einem Doppel starten und beenden muss. Und für mich ist es immer noch so, dass eine Finalniederlage nicht viel anders ist als eine Erstrundenniederlage, der einzige Unterschied ist, dass man der beste Verlierer ist."

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