vergrößernverkleinern
Mensur Suljovic schied bei der WM 2008 gegen Mark Dudbridge aus © getty

Beim letzten Turnier vor den Europameisterschaften sichert sich nur einer der österreichischen und deutschen Cracks das Ticket.

München - Bei den Dutch Players Championships in Nuland fielen die letzten Entscheidungen, wer in diesem Jahr an der PDC European Championship teilnehmen wird, die wenige Tage später in Amsterdam beginnen wird.

Neben einigen englischen Profis mussten auch die deutschen und österreichischen Spitzenspieler noch um ihre Teilnahme kämpfen.

Die besten Karten hatte dabei Mensur Suljovic, der schon vor den beiden Tagen in Nuland unter den Top 8 der European Order of Merit gestanden hatte.

Doch der Auftakt lief für den Österreicher am Samstag nicht viel versprechend, er unterlag knapp mit 4:6 einem stark spielenden Steve Hine.

Entscheidender Sieg über Stompe

Um nicht noch kurzfristig den wichtigen Qualifikationsplatz zu verlieren, musste Suljovic nun am zweiten Tag noch einmal etwas nachlegen. In der ersten Runde traf er gleich auf Remco van Eijden, der ein direkter Konkurrent von ihm war.

Suljovic gewann souverän mit 6:0 und stand somit auf jeden Fall vor dem Niederländer in der Endabrechnung.

Nach einem 6:3 gegen Co Stompé, dem führenden Spieler in dieser Wertung, konnte Suljovic dann die EM-Planungen aufnehmen. Die anschließende Niederlage gegen Robert Thornton nahm er mit einem Lächeln auf. Die zweite Teilnahme in Folge an der European Championship konnte ihm niemand mehr nehmen.

Kein Losglück für Rosenauer

Auch Michael Rosenauer, der im letzten Jahr die Teilnahme knapp verpasst hatte, ging noch mit guten Chancen in die beiden Wettkämpfe als zu diesem Zeitpunkt bester dDeutscher Spieler in der European Order of Merit.

Noch so ein guter Tag wie in Salzburg und "Rosi" wäre dieses Mal dabei gewesen.

Doch schon am Samstag hatte der Deutsche kein Glück bei der Auslosung. Nach einem sicheren 6:0 in der Vorrunde gegen Tony Blundell traf "Rosi" auf den dreimaligen Weltmeister John Part und unterlag mit 4:6.

Am Sonntag musste er dann in ersten Runde gegen den an Sechs gesetzten Schotten Robert Thornton antreten und hier unterlag Rosenauer mit 3:6.

Da er an beiden Tagen keine Preisgelder sammeln konnte, stand schon frühzeitig fest, dass Michael Rosenauer auch in diesem Jahr die Teilnahme an der European Championship verpassen würde.

"Paradiesvogel" ärgert Schnier

Letztes Jahr war Hannes Schier noch mit dabei, doch auch er sollte kein Glück bei der Auslosung haben. Am Samstag musste Schnier gleich gegen Mark Walsh antreten und der an Zwei gesetzte Engländer gewann die Partie mit 6:3.

Am Sonntag war dann der "Paradiesvogel" Peter Wright sein Gegner und Schnier ärgerte sich zu sehr über den Umstand, dass sein Gegner mit mehr als 15 Minuten später zum Spiel erschien.

Nach den Regeln hätte Wright gestrichen werden müssen, doch er durfte spielen und gewann die Partie gegen einen aufgebrachten Schnier mit 6:1.

Somit war auch für den Österreicher der Traum einer erneuten Teilnahme an der EDC beendet.

EM-Ticket für Welge greifbar nahe

Als einziger Deutscher schaffte im letzten Jahr Andree Welge die Qualifikation und er sollte auch in diesem Jahr der beste einheimische Spieler in dieser Wertung werden, die einen für ihn tragischen Verlauf nahm.

Nach einem 6:2 über Achmed Ahmaddi in der ersten Runde scheiterte er knapp mit 5:6 an Alan Tabern am Samstag.

Am Sonntag gewann Welge dann gegen Justin Pipe und nach einem 6:3 über Michael Barnard brach Jubel in der deutschen Kolonie aus.

Ranglistenfehler schockt Welge

Nach ersten Hochrechnungen sollte dieser Platz für den Bremer reichen. Im nächsten Spiel musste Welge dann gegen Andy Hamilton antreten und führte bereits mit 4:0 und 5:2, bevor er die Partie noch unglücklich mit 5:6 verlor.

Im letzten Leg vergab Welge knapp zwei Matchdarts auf Doppel 12 als sein Gegner 144 mit Treble 18, Treble 18 und Doppel 18 checken konnte.

Viel schlimmer war jedoch, dass Welge diesen Sieg brauchte, um sich für Amsterdam zu qualifizieren.

Die PDC hatte einen Fehler in ihren Ranglisten bemerkt und nun fehlten Welge plötzlich 50 Pfund auf Roland Scholten, der sich auf dem letzten Drücker die achte und letzte Wildcard sichern konnte.

Beaton beendet Durststrecke

Mit guten Chancen ging auch noch Marko Puls in das Wochenende, doch frühe Niederlagen gegen Co Stompé und Wes Newton beendeten seine Hoffnungen.

Den Turniersieg am Samstag holte sich Steve Beaton mit einem 6:1-Sieg über Wes Newton.

Damit ging für den ehemaligen Weltmeister der BDO eine acht Jahre andauernde Durststrecke zu Ende, in der er vergeblich einen Titelgewinn versucht hatte. Neben der Nr. 1 der PDC Phil Taylor fehlten aus den Top 10 allerdings auch noch Ronnie Baxter, Dennis Priestley und Colin Lloyd.

"The Machine" nicht zu stoppen

Am Sonntag gewann James "The Machine" Wade den Titel dank eines 6:2-Erfolgs im Finale gegen Brendan Dolan.

Die nächste Station der PDC Europe sind nun die German Darts Championship vom 27. ? 29.11 in Halle/Westfalen. Dort werden dann die letzten Fahrkarten für die 48208World Darts Championship vergeben.

Zur PDC-Europe-Seite

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel