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Phil Taylor gewann gegen Robert Thornton mit einem "Whitewash" © intern

Bei der PDC European Championship siegt Phil Taylor mühelos. Mensur Suljovic und Raymond van Barneveld müssen die Koffer packen.

Hoofddorp - Während die Hoffnungen der Österreicher durch das Ausscheiden von Mensur Suljovic zerstört wurden und die Aussichten der Niederländer durch das Aus von Raymond van Barneveld einen Dämpfer erhielten, zieht Phil Taylor einsam seine Kreise und demoralisiert sogar seine Gegner.

Colin Lloyd ? Mensur Suljovic 9:5

Die zweite Runde wurde mit der Nachmittagssession eröffnet und als erste durften Colin Lloyd und Mensur Suljovic an den Start. Beide haben bei offiziellen Turnieren noch nie gegeneinander gespielt und somit war der Ausgang offen.

LLoyd startet gut

Favorisiert war sicherlich Lloyd als ehemalige Nr. 1 der PDC, doch bei seinen Problemen, die er in den letzten Jahren gerade bei Major Turnieren hatte, durfte man Suljovic durchaus etwas zutrauen. Lloyd kam sehr gut in die Partie und scorte sofort 140 und 180, verpasste dann aber neun Darts auf Doppel und Suljovic schaffte ein Break mit einem 135er Finish.

Lloyd glich sofort mit einem 88er Finish aus, doch Suljovic schaffte ein weiteres Break und legte ein Leg zur 3:1 Führung nach. Im fünften Leg vergab er dann zwei Darts auf Doppel und er ließ Lloyd wieder zurück in die Partie. Suljovic vergab drei weitere Darts auf Doppel zum möglichen 4:4 und musste mit ansehen, wie Lloyd auf 6:3 davon zog.

Beim Stand von 7:5 für Lloyd hatte Suljovic bei 55 Rest noch einmal die Chance, heran zu kommen. Doch er vergab beide Darts auf Doppel und kurze Zeit später checkte Colin Lloyd zum Einzug in das Viertelfinale. Mensur erreichte erneut einen guten Average von 91,50, war aber gegen die 104 von Lloyd am Ende chancenlos.

Mervyn King ? Colin Osborne 9:6

Nun folgte die beste Partie des Turniers bis dahin. Beide Spieler warfen mit offenem Visier und es gab kaum ein Leg in dieser Partie, welches länger als 15 Darts ging.

Am Ende hatte beide Spieler einen Average von über 100 in einer Partie, wo Mervyn King den längeren Atem hatte. Osborne führte nach knapp der Hälfte der Partie mit 6:5 und verpasste hauchdünn das Bullseye zum 7:5.

In diesem Augenblick gelang Mervyn King seinen wichtigsten Wurf, als er 116 zum 6:6 ausmachen konnte und seinem Gegner somit die Chance auf das Break und den Nerv zog.

Die Partie ließ jetzt ein bisschen nach, war aber immer noch hochklassig. Doch Osborne hatte jetzt ein paar schlechte Würfe dazwischen, die King zum Sieg ausnutzen konnte.

Jelle Klaasen ? Jamie Caven 9:8

Jelle Klaasen hat als erster Niederländer das Viertelfinale erreicht, dabei musste er gegen Jamie Caven über die komplette Distanz gehen. Zu Beginn der Partie erspielte sich Klaasen einen Zwei Leg Vorsprung, Caven konnte aber zum 4:4 ausgleichen.

Der Niederländer schaffte dann das 8:7, doch Caven brachte die Partie mit einem 106er Finish in das entscheidenden Leg. Klaasen führte dann im letzten Leg und hatte sogar schon vier Matchdarts, die er allesamt vergab. So hatte Caven dann noch einen Matchdart zum 135er Finish, doch der letzte Dart wollte nicht in das Bullseye.

Gary Anderson ? Ronnie Baxter 9:1

In der letzten Partie am Nachmittag erhielt Ronnie Baxter eine kleine Lehrstunde von Gary Anderson, wie man konsequent ein Leg ausmacht. Der Schotte führte bereits mit 8:0 in dieser Partie, bevor Baxter, der nie richtig Fuß fassen konnte, noch ein Ehrenleg gelang. Doch in dieser Verfassung war der Engländer zu schwach und somit wartet Gary Anderson nun Phil Taylor.

Mark Walsh ? Raymond van Barneveld 9:7

Mark Walsh brachte die Fans in Hoofddorp zum Verstummen, als er aus einem 1:6 Rückstand einen 9:7 Erfolg machen konnte. Nach sieben Legs sah Barney wie der sichere Sieger aus, doch Walsh brachte die Partie mit einem 11 Darter in die Pause und gewann danach sieben der folgenden acht Legs.

Der Niederländer war angeschlagen in den Seilen, als Walsh Leg um Leg aufholte und dann sogar das 6:6 schaffte. Nach dem 107er Finish von Barney rechnet man noch mit einer erneuten Wende, doch Walsh war in dieser Phase nicht zu stoppen auf seinem Weg in das Viertelfinale.

Steve Beaton ? Michael van Gerwen 9:7

Steve Beaton sorgte dann dafür, dass sich die niederländischen Hoffnungen auf einen Turniersieger nun auf Jelle Klaasen beschränken. Der Bronzed Adonis reitet im Moment auf einer Erfolgswelle und ließ sich auch nicht vom jungen Michael van Gerwen abbringen.

Beaton führte schnell mit 6:2 und wie in der Partie zuvor schaffte es dieses Mal van Gerwen, zum 6:6 auszugleichen, wobei er auch ein 170er Finish werfen konnte.

Die nächsten beiden Legs gingen dann aber an den Engländer, der im fünfzehnten Leg dann auch schon zwei Matchdarts zum Sieg hatte. Der Erfolg wurde aber nur verschoben, denn im nächsten Leg zog Beaton mit einer Doppel 1 in die nächste Runde ein.

Phil Taylor ? Robert Thornton 9:0

Phil Taylor revanchierte sich dann für die Niederlage seines englischen Kollegen Ronnie Baxter und schickte den Schotten Robert Thornton mit einem whitewash nach Hause.

Nach einem für Taylors Verhältnisse miserablen ersten Leg in 20 Darts feuerte The Power danach ein Feuerwerk ab und kam am Ende auf einen Average von 110,88.

Im fünften Leg warf Taylor erstmals keine 180 und schon hatte Thornton zwei Darts auf Doppel bei 80 Rest. Viel mehr war nicht drin, enn Taylor warf drei 11 Darter in vier Legs und setzte sich mit einem schönen 138er Finish zum Match durch.

James Wade ? Andy Hamilton 9:5

Als letzter Spieler sicherte sich James Wade das Ticket in das Viertelfinale und er ist auf dem besten Weg zurück auf die Nr. 1 in der Order of Merit. Wade schaffte ein frühes Break zum 2:0 und konnte diesen Vorsprung die ganze Partie über halten. Auch er warf am Ende einen Average von knapp über 100 und dies lässt auf ein spannendes Spiel gegen Mervyn King hoffen.

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