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Phil Taylor gewann 1990 erstmals die BDO-Weltmeisterschaft © getty

Bei den German Darts Championships sichern sich zwei weitere Deutsche die Fahrkarte für London. Das Turnier gewinnt der Favorit.

München - Zur dritten Auflage der German Darts Championship kam erneut die komplette Elite des Dartsports in das Gerry Weber Event Convention Center im westfälischen Halle.

Von den Top 32 der PDC fehlten nur Dennis Priestley und Wayne Mardle.

Angeführt von der unumstrittenen Nummer eins, Phil Taylor, dem Sieger von 2007 und Finalisten des letzten Jahres, wurde um die letzten freien Plätze vor der anstehenden PDC World Darts Championship gekämpft.

Insgesamt ging es um 100.000 Pfund Preisgeld. Alleine der Sieger konnte sich über einen Scheck in Höhe von 20.000 Pfund freuen.

Welge qualifiziert sich

Wichtig war das Event auch für die deutschen und österreichischen Teilnehmer. Denn einige unter ihnen hatten noch die Chance, sich über die European Order of Merit für die WM (18. Dezember 2009 bis 3. Januar 2010) zu qualifizieren. 48208(DIASHOW: Die Highlights der WM)

Nachdem er die Qualifikation zur European Championship denkbar knapp verpasst hatte, wollte der Bremer Andree Welge dieses Mal nichts anbrennen lassen und er nutzte seine Chance souverän.

Nach Siegen unter anderem gegen Michael van Gerwen erreichte Welge die dritte Runde, wo er dann gegen Terry Jenkins mit 3:6 verlor. Dennoch kann er sicher die Fahrkarte für die WM in London buchen.

Erstmals drei deutsche Spieler bei WM

Auch der Österreicher Mensur Suljovic war nach einem Erfolg über seinen Landsmann Hannes Schnier sicher dabei und holte sich die zweite Wildcard. Die dritte Wildcard ging an Dylan Duo aus Gibraltar, der wie Welge auch knapp an der EM scheiterte.

Um die vierte und letzte Wildcard musste der deutsche Meister der PDC Europe, Jyhan Artut lange zittern, da er punktgleich mit anderen Spielern war und lange Zeit auf die offizielle Bestätigung warten musste.

Mit Jyhan Artut, Andree Welge und Tomas Seyler, der sich vor zwei Wochen eine Teilnahme an der Qualifikationsrunde erspielen konnte, nehmen in diesem Jahr erstmals drei deutsche Spieler an der WM teil.

Hinzu kommt dann noch der beste Österreicher Mensur Suljovic.

Frühes Aus für Titelverteidiger

Für den Titelverteidiger in Halle Co Stompé, der hier im Vorjahr seinen größten Erfolg feiern konnte, war in der dritten Runde nach einer 3:6-Niederlage gegen Ronnie Baxter Endstation. Stompé konnte aber auch im Laufe des Jahres nie mehr an seine Leistung vom letzten Jahr anknüpfen.

Am Samstag fanden mit den Partien des Achtelfinale schon die ersten Bühnenspiele statt und die Fans im ausverkauften Convention Center konnten ihre Favoriten bewundern.

Taylor besiegt seinen Ziehsohn

Phil Taylor löste seine Aufgabe wie erwartet souverän. Zur Freude der zahlreichen niederländischen Fans schaffte auch Raymond van Barneveld erstmals in Halle den Sprung in das Viertelfinale.

Am Sonntag ging es vor voller Kulisse bei einer sensationell guten Stimmung dann mit den Letzten Acht weiter. Und sofort in der ersten Partie wurde es richtig hochklassig. Phil Taylor musste gegen Adrian Lewis alles geben.

Am Ende setzte er sich doch knapp mit 8:6 gegen seinen ehemaligen Ziehsohn durch. Dieses Spiel war wie gemalt für diese Veranstaltung, einen besseren Opener konnte man sich gar nicht wünschen. Endlich musste Phil Taylor auch mal richtig um einen Sieg kämpfen.

Nicholson überrascht

Danach gewann der Australier Paul Nicholson überraschend deutlich gegen Terry Jenkins, dabei zeigte der Mann aus "Down Under" eine seiner besten Leistungen seit der letzten WM, wo er sich erstmals in den Blickpunkt der Öffentlichkeit spielen konnte.

Raymond van Barneveld spielte sich relativ sicher mit einem Erfolg über Ronnie Baxter in das Halbfinale, bevor es mit der Partie zwischen Mervyn King und James Wade richtig spannend wurde.

Bis in das letzte Leg wurde auf höchstem Niveau gekämpft, bevor sich King knapp mit 8:7 durchsetzen konnte.

Knapper Sieg für King

Paul Nicholson konnte im Halbfinale nicht an seine zuvor gezeigten Leistungen anknüpfen, dafür war der Respekt vor Phil Taylor vielleicht auch zu groß.

Mit dem höchsten Average aller Bühnenspiele von über 109 zog "The Power" zum dritten Mal in Folge in Halle in das Finale ein.

Dort sollte er dann auf Mervyn King treffen, der erneut in das letzte Leg gehen musste, um das Spiel zu gewinnen.

"Barney" versuchte alles, um seine Fans mit einer Finalteilnahme zu erfreuen, doch King hatte etwas dagegen und gewann knapp mit 9:8.

Finale klare Angelegenheit

Im Finale verliefen die ersten Legs ausgeglichen, doch nach dem ersten Break im fünften Leg bestimmte Taylor dann das Geschehen und er ließ sich zu keinem Zeitpunkt mehr von seinem zweiten Titel bei der German Darts Championship abbringen.

King versuchte zwar noch einmal alles, doch er schaffte kein Rebreak und verlor am Ende doch deutlich mit 4:11.

Mervyn King kann aber dennoch stolz auf seine Leistung sein, er hat ein sehr gutes Turnier gespielt und war am Ende gegen einen Ausnahmespieler chancenlos.

Phil Taylor konnte sich somit zum zweiten Mal zum Champion in Halle krönen lassen und beide Spieler wurden von den Fans noch lange gefeiert.

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