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Terry Jenkins läuft mit der Musik "Woolly Bully" von Sam Sham The Pharoah's ein © getty

Terry Jenkins und Ronnie Baxter behalten trotz Wetterkapriolen kühlen Kopf und erreichen bei der WM die nächste Runde.

London - Der vierte Tag der Weltmeisterschaft (ab 22 Uhr LIVE im DSF ) wird als der Tag in Erinnerung bleiben, an dem der Schnee kam.

Nachdem viele Spieler in den letzten Tagen schon Probleme hatten, nach England zu gelangen, brach in London der Verkehr komplett zusammen.

Einige Spieler und Offizielle mussten die letzten Meilen zum Spielort zu Fuß bestreiten, um noch einigermaßen rechtzeitig zu erscheinen.

Lange Zeit war auch nicht sicher, ob und wenn ja welche Partien gespielt werden konnten. Dank der Winterfestigkeit der Teilnehmer haben es am Ende alle Spieler geschafft, sodass lediglich der Spielplan geändert werden musste.

Die härteste Anreise hatte sicherlich Vincent van der Voort. Nachdem sein Flug gestrichen wurde, fuhr er mit dem Auto bis zur Fähre und erwischte gerade noch die Letzte.

Spät in der Nacht angekommen durfte er dann am nächsten Tag fünf Meilen zum Spielort durch den Schnee gehen.

Vincent van der Voort ? Dylan Duo 3:0 (3:0,3:0,3:0)

Trotzdem war der Niederländer so pünktlich, dass er die erste Partie des Abends spielen konnte. Er traf dabei auf Dylan Duo aus Gibraltar, der sich wie auch Andree, Jyhan und Mensur über die European Order of Merit qualifizieren konnte.

Dylan war bei seinem ersten großen Turnier dann wohl doch zu beeindruckt vom ganzen Ambiente, er kam nie so richtig ins Spiel. Vincent hingegen merkte man die Strapazen der letzten Tage überhaupt nicht an und er holte sich einen souveränen und glänzend erspielten Auftaktsieg.

Haruki Muramatsu ? Krzysztof Kciuk 4:1

Im Vorrundenspiel des Tages traf der Japaner Haruki Muramatsu auf den polnischen Qualifikanten Krzysztof Kciuk.

Der Pole eröffnete die Partie glänzend mit einem 140er Finish zum Break, doch in den nächsten Legs ließen seine Scores etwas nach. Der Japaner, der zu den kleinsten Spielern in der Geschichte der PDC WM zählen dürfte, wurde immer sicherer und drehte die Partie. 48208(DIASHOW: Die Highlights der WM 2009)

Vier Legs in Folge gingen an Muramatsu, der sich unter dm Jubel seiner kleinen Fangemeinde einen Platz im Hauptfeld sichern konnte.

Terry Jenkins ? Paul Nicholson 3:2 (3:1,0:3,3:2,2:3,3:1)

Die nächste Partie gehörte zu den Spielen, die im Vorfeld zu den interessantesten der ersten Runde zu zählen waren. Beide Spieler trafen erst kürzlich in Halle im Viertelfinale aufeinander, wo sich Nicholson in einer Klassepartie gegen Terry Jenkins durchsetzen konnte.

Nun hatte "The Bull? aber ein Heimspiel, was Nicholson deutlich zu spüren bekam. Aufgrund seines provokanten Verhaltens im letzten Jahr und auch bei dieser Veranstaltung wurde der Australier von den Fans die ganze Partie über ausgebuht und jeder Fehlwurf bejubelt.

Nicholson kam aber gut mit der selbst gewählten Rolle des Bad Boys zurecht und es entwickelte sich das beste Spiel des Tages. Der erste Satz ging an Jenkins, bevor Nicholson mit einem glatten 3:0 ausgleichen konnte.

Der dritte Satz ging bis in das fünfte Leg und hier schaffte Jenkins ein 76er Finish zum Satzgewinn, während sein Gegner auf seine Chance bei 40 Rest wartete. Im vierten Satz ging erst Jenkins in Führung, doch dieses Mal drehte der Australier die Partie und konnte das Spiel noch in einen fünften Satz bringen.

Dort gingen die ersten beiden Legs an Jenkins, der in dieser Phase etwas sicherer wirkte. Nach drei vergebenen Matchdarts im dritten leg holte sich Jenkins dann den Sieg im vierten Durchgang und er konnte zum ersten Mal in seiner Karriere ein Spiel im "Alexandra Palace" gewinnen.

Ronnie Baxter ? Haruki Muramatsu 3:0 (3:0,3:0,3:1)

Der Japaner dufte dann noch einmal auf die Bühne und traf auf Ronnie Baxter. Auch Muramatsu erlitt das Schicksal aller bisherigen Qualifikanten und unterlag im Hauptrundenspiel.

Er mühte sich redlich und zeigte eindrucksvoll, dass auch in Japan gut Dart gespielt wird, doch gegen Ronnie Baxter stand er auf verlorenem Posten. Für ?The Rocket? war es ein erfolgreicher Auftakt, nun wird es gegen Gary Anderson deutlich schwerer werden.

John Part ? Toon Grebe 3:0 (3:0,3:1,3:0)

Im letzten Spiel des Abends musste der Weltmeister von 2008 John Part zum ersten Mal antreten und traf dabei auf den niederländischen Youngster Toon Grebe.

Part hatte kein allzu erfolgreiches Jahr hinter sich und kämpft bei diesem Turnier auch um seinen Verbleib in den Top 10 der PDC. Eine Niederlage in der ersten Runde hätte für ihn einen Absturz von Platz 4 auf ca. Platz 20 bedeutet, da in diesem Jahr sein Preisgeld vom Titel von vor zwei Jahren aus der Wertung gestrichen wird.

Doch der Kanadier zeigte einmal mehr, dass er bei Weltmeisterschaften stets das Beste aus sich rausholen kann und demontierte den jungen Niederländer. Grebe hatten viele im Vorfeld eine Chance auf einen Sieg gegeben, doch am Ende konnte er lediglich ein Leg gegen einen entfesselt spielenden John Part holen.

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