vergrößernverkleinern
Tomas Seyler nahm auch 2005 und 2006 an der WM teil © getty

Für Thomas Seyler ist bei der Darts-WM schon in Runde eins Schluss. Darin Young siegt im Duell der "Schwergewichte".

London - Am fünften Tag der PDC World Darts Championship (ab 22.30 Uhr LIVE im DSF ) hatte dann nun auch der letzte deutsche Spieler seinen ersten Auftritt.

Tomas Seyler musste in der Vorrunde gegen Jan van der Rassel antreten, der vor einer Woche noch gar nichts von seinem Glück wusste.

Da der Chinese Shi Yongsheng kein Visum für die Reise nach England bekam, wurde der Niederländer kurzfristig nachnominiert.

Jan van der Rassel ? Tomas Seyler 4:1

"Shorty" erwischte einen guten Start in die Partie und hatte nach 12 Darts bereits einen Rest von 24.

Leider vergab er drei Darts zum Break und van der Rassel holte sich das erste Leg. Im zweiten Leg blieben die Scores von Shorty konstant hoch und er hatte erneut nach 12 Darts ein Doppel.

Im vierten Versuch traf er dann die Doppel 20 zum Ausgleich, doch dann verließ ihn die Sicherheit. Shorty traf zwar weiterhin konstant die 20, doch die Treble Felder waren wie zugenagelt.

Van der Rassel spielte nicht hochklassig, hatte aber den einen oder anderen hohen Wurf dazwischen und checkte seine Legs sicher. So unterlag Shorty am Ende mit 1:4 in einer Partie, in der sicherlich mehr drin war für den Bremer.

Darin Young ? Andy Smith 3:2 (3:1,3:2,0:3,0:3,6:4)

Zuvor gab es auf der Bühne schon die Partie der beiden Schwergewichte, als "Big Daddy" Darin Young auf den "Pie Man" Andy Smith traf.

Der US-Amerikaner Young hatte den besseren Start in die Partie und gewann die ersten beiden Sätze zu einer sicheren 2:0-Führung. Smith hatte bis dahin zu oft seine Chancen ausgelassen.

Im dritten Satz änderte sich die Partie plötzlich und Smith wurde immer sicherer, während sich bei Young anscheinend die Angst vor dem Gewinnen breit machte. Der Engländer gewann sieben Legs in Folge und führte nun sogar im fünften und entscheidenden Satz mit 1:0. 48208(DIASHOW: Die Highlights der WM 2009)

Young wurde aber noch rechtzeitig wach und schaffte nach dem Ausgleich sogar ein Break zur Führung. Mit eigenem Aufschlag hatte er nun dien Chance, die Partie zu beenden, doch Smith konnte dieses Mal kontern und zum ersten Mal ging es bei dieser WM in den Tiebreak.

Smith holte sich das fünfte Leg und steuerte im sechsten Durchgang dem Sieg entgegen, als er nach drei hohen Scores nach 9 Darts 36 Rest hatte und mit einem 10 Darter die Partie hätte beenden können.

Doch Smith vergab drei Matchdarts und Young glich mit einem 86er Finish auf Doppel 7erneut aus.

Es folgte ein weiteres Break und erneut führte Young, doch auch dieses Mal konnte er seinen Vorteil nicht nutzen und Smith glich mit einem 12 Darter zum 4:4 aus. Es folgte das nächste Break und dieses Mal zog Young seinen Vorteil durch und beendete eine spannende Partie mit einem 80er Finish.

Während Darin Young sich nun auf die Partie gegen Terry Jenkins vorbereiten kann, war es für Smith die dritte Erstrundenniederlage in Folge bei der WM.

Steve Beaton ? Carlos Rodriguez 3:0 (3:2,3:0,3:0)

In der nächsten Partie ging Steve Beaton nach seinen Leistungen in den letzten Monaten als Favorit in die Partie und er wurde seiner Rolle gerecht.

Der Spanier Carlos Rodriguez hatte nur im ersten Satz seine Chancen, danach dominierte der Engländer die Partie. Nach einem Break im dritten Leg vergab Beaton Darts zum Satzgewinn und Rodriguez konnte noch einmal ausgleichen. Doch mit einem 98er Finish schaffte Beaton ein weiteres Break und er sicherte sich den ersten Satz.

Rodriguez eröffnete zwar den zweiten Satz mit einer 180, doch Beaton, der immer wieder von den Fans gefeiert wurde, holte Leg um Leg und gewann am Ende sicher mit 3:0.

Simon Whitlock ? Colin Osborne 3:1 (3:1,3:2,2:3,3:2)

Nun kam es zum mit Spannung erwarteten Duell der beiden "Wizards". Colin Osborne ging zwar als Nr. 11 in die WM, doch ein schwereres Los in der ersten Runde als Simon Whitlock war kaum möglich.

Der Australier kehrte nach sechs Jahren in der BDO zur PDC zurück und hinterließ bei seinem ersten Spiel einen glänzenden Eindruck. Am Ende hatte Whitlock einen Average von 101,02 und eine sagenhafte Quote von 73 Prozent auf Doppel.

n einem hochklassigen Match, das die Erwartungen mehr als erfüllen konnte, sahen die Fans alleine 9x180 und sieben dreistellige Finishes, darunter ein 160er Finish von Osborne.

Die ersten beiden Sätze gingen an Whitlock und auch im dritten Satz stand es nach einem 130er Finish von Whitlock 2:2. Doch Osborne behielt die Nerven und brachte die Partie mit einem 112er Finish in einen vierten Satz.

Auch dieser Satz ging nach dem 160er Finish von Osborne in das fünfte Leg, dieses Mal hatte aber Whitlock den Vorteil, anfangen zu dürfen. Und der Australier nutzte seine Chance mit einem 93er Finish zum Match, in der nächsten Runde wird er nun auf Wayne Jones oder Alex Roy treffen.

Denis Ovens ? Jan van der Rassel 3:1 (3:2,3:1,1:3,3:1)

Im letzten Spiel des Abends konnte sich dann Denis Ovens für die Niederlage bei der WM vor zwei Jahren an Jan van der Rassel rächen.

Mit einer soliden, aber keineswegs spektakulären Vorstellung erreichte "The Heat" die zweite Runde. Van der Rassel bemühte sich, doch er fand keine Mittel, um Ovens ein weiteres Mal zu Fall zu bringen.

Zur PDC-Europe-Seite

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel