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Jyhan Artut hatte sich über die German Darts Championship in Halle für die WM qualifiziert © getty

Dem letzten Deutschen misslingt bei der WM der Einzug ins Achtelfinale. "The Power" haut den "Muffin Man" mühelos in die Pfanne.

London - Nach der kleinen Pause mit den Weihnachtsfeiertagen ging es mit der zweiten Runde der PDC World Darts Championship weiter.

Als letzter deutscher Spieler hatte auch Jyhan Artut seinen zweiten Auftritt im Alexandra Palace, nachdem er im Eröffnungsspiel Wayne Mardle besiegen konnte.

Dieses Mal bestritt der Deutsche Meister der PDC Europe die letzte Partie des Abends und hatte die große Chance, als erster Deutscher das Achtelfinale bei der WM zu erreichen.

Aber nicht nur das: in der Partie wurde auch der nächste Gegner von Phil Taylor ermittelt 48208(DIASHOW: Die Highlights der WM 2009).

Robert Thornton ? Jyhan Artut 4:1 (3:0, 3:1, 2:3, 3:2, 3:0)

Die ersten beiden Legs gingen vom Papier deutlich an den Schotten Thornton, der nur ein Leg abgab. Doch Artut hatte durchaus Chancen, traf jedoch nur ein Doppel bei sieben Versuchen.

Thornton hingegen beeindruckte in dieser Phase mit einer perfekten Ausbeute und traf er traf jedes Doppel im ersten Versuch. Auch im ersten Leg des dritten Satzes hielt der Schotte seine 100%-Ausbeute, bevor auch er mal Darts auf Doppel vergab und Artut zur Stelle war.

Der Satz ging in das fünfte Leg und hier traf der Deutsche die Doppel 6 zum Satzgewinn, nachdem Thornton einen Dart zum 3:0 nicht nutzen konnte.

Nachdem Artut dann gleich ein Break mit einem 96er Finish zum 12 Darter und im anschließenden Leg eine 180 werfen konnte, keimten leichte Hoffnungen auf eine Wende auf.

Doch nach dem Maximum kam in diesem Leg nicht mehr viel und Thornton schaffte mit einem 78er Finish das Rebreak und legte gleich noch ein Leg nach.

Artut schaffte noch einmal das 2:2, doch im entscheidenden fünften Leg traf er die Treble 20 nicht und musste den 1:3 Satzrückstand hinnehmen. Im fünften Satz war seine Gegenwehr schnell gebrochen.

Co Stompe ? Mervyn King 4:2 (3:0, 3:0, 2:3, 3:0, 2:3, 3:2)

Der Tag wurde aber am Nachmittag schon mit einer großen Überraschung eröffnet, als Co Stompe die Nr. 5 der PDC Mervyn King schlagen konnte.

Der Niederländer konnte in dieser Partie endlich mal wieder an seine Form anknüpfen, die er vor einem Jahr bei seinem Sieg in Halle über Phil Taylor zeigen konnte und er spielte eine seine besten Partien vor laufenden Kameras.

King, der in der ersten Runde gegen Matt Clark noch eine imponierende Leistung zeigte, wurde speziell in den ersten beiden Sätzen an die Wand gespielt, in denen ihm nicht ein einziges Leg vergönnt war.

Adrian Lewis - Wes Newton 4:2 (3:0, 3:0, 3:2, 2:3, 2:3, 3:1)

Der nächste Gegner von Kevin McDine wurde in der folgenden Partie ermittelt. Adrian Lewis machte dabei da weiter, wo er in der Runde aufgehört hatte und beeindruckte sofort mit hohen Scores.

Bevor Wes Newton registrieren konnte, was los war, lag er schon mit 0:2 zurück. Erst das siebte Leg ging an Newton, der dann besser in die Partie fand und die Sätze vier und fünf knapp für sich entschied.

Im sechsten Satz drehte "Jackpot" dann aber noch einmal richtig auf und er warf in den nächsten vier Legs alleine fünf seiner insgesamt zwölf 180er. Beim Stand von 1:1 warf er einen 11 Darter und eröffnete dann das vierte Leg mit 2x180 in Folge.

Doch auch er verpasste die siebte Treble 20, doch dies hinderte ihn nicht daran, sicher die Doppel 16 zum Match zu treffen, wobei er mit 103,68 den zweitbesten Average des Turniers spielen konnte, nachdem er ja auch schon die Bestmarke in der ersten Runde erzielen konnte.

Mark Dudbridge - Alan Tabern 4:3 (2:3, 3:1, 3:1, 3:1, 1:3, 2:3, 6:4)

Die Abendsession wurde dann mit einem der spannendsten Partien dieser WM eröffnet.

Am Ende konnte sich Mark Dudbridge gegen Alan Tabern durchsetzen, nachdem beide Spieler im Laufe der Partie Matchdarts nicht nutzen konnten.

Nachdem ein hochklassiger erste Satz an Tabern ging, bekam er in der Folge mit einigen nicht sehr fairen Fans Probleme.

Nachdem sie ihn bei einem wichtigen Dart auf Doppel durch Zwischenrufe gestört hatten, klatschte er hämisch Beifall und "The Saint" hatte ab diesem Zeitpunkt keinen leichten Stand mehr.

Sein Spiel ließ auch nach und Dudbridge nutzte diese Phase, um sich sicher mit 3:1 in Führung zu bringen. Als "The Flash" dann auch noch das erste Leg im fünften Satz gewinnen konnte, sah alles nach einem sicheren Sieg aus, doch Tabern drehte noch einmal auf und gewann drei Legs in Folge zum 2:3 in Sätzen.

Im sechsten Satz schien es dann aber gelaufen zu sein, als Dudbridge mit 2:0 führte und sich 40 Rest stellen konnte. Doch Tabern kämpfte sich wieder zurück, holte den sechsten Satz und hatte im dramatischen Schlussdurchgang ganze sechs Matchdarts - die er aber allesamt ungenutzt ließ.

Dudbridge konnte die Partie schließlich nach einem Break mit einer Doppel 8 für sich beenden.

Phil Taylor ? Steve Hine 4:0 (3:0, 3:1, 3:1, 3:0)

Zwar freuten sich die Fans nun auf den Auftritt von Phil Taylor, doch die Partie war bei weitem nicht so interessant wie das Eröffnungsspiel dieses Abends.

Der "Muffin Man" verschenkte wie auch schon in der ersten Runde Muffins an die Fans und hatte auch ein Kuchenstück für "The Power" übrig, doch viel mehr sollte ihm an diesem Abend nicht gelingen.

Zu dominant agierte die Nr. 1, der dieses Spiel als eine weitere Trainingseinheit nutzen konnte.

Steve Hine kann sich zumindest freuen, dass er in dieser Partie die erste 180 werfen konnte und dass er der der erste Spieler war, der Taylor ein Leg abnehmen konnte. Den sicheren Sieg konnte aber auch er nicht verhindern.

Bleibt abzuwarten, ob Taylor am Dienstag gegen Robert Thornton mehr gefordert wird.

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