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Phil Taylor steht bei der 17. PDC WM zum 16. Mal im Finale © getty

Bei der Darts-Weltmeisterschaft geht der Siegeszug von Simon Whitlock weiter. Der Australier trifft im Finale auf Phil Taylor.

London - Im Halbfinale der PDC World Darts Championship wurden zwei höchst unterschiedliche Partien gespielt.

Zwischen Simon Whitlock und Raymond van Barneveld gab ein extrem spannendes Match auf höchstem Niveau., welches der ungesetzte Australier nach einem spannenden Verlauf für sich entschied.

Im zweiten Halbfinale war die Dominanz von Phil Taylor zu groß und Mark Webster hatte nicht den Hauch einer Chance auf einen Sieg. Titelverteidiger Taylor hat die Chance auf seinen 15. WM-Titel.

Simon Whitlock ? Raymond van Barneveld 6:5 (3:2,1:3,3:2,0:3,1:3,2:3,3:2,3:1,3:0,2:3,3:1)

Zum ersten Mal steht in der Geschichte der PDC WM ein Australier im Endspiel.

Simon Whitlock musste dabei alles geben und auch einen 2:4 Rückstand aufholen. Während sich van Barneveld in dieser Partie erneut steigern konnte, schaffte es Whitlock nicht ganz, die Form des Vortages zu halten.

Partie auf Augenhöhe

So entwickelte sich dann eine Partie zweier gleichstarker Spieler, bei der am Ende kleine Nuancen den Ausschlag gaben. Im ersten Leg verpasste Whitlock gleich ein 150er Finish und er ließ insgesamt vier Darts auf Doppel 15 ungenutzt.

Barney nutzte dies zum ersten Break der Partie, doch Whitlock legte gleich einen 11 Darter nach und ging dann mit einem 121er Finish auch in Führung.

Barney glich noch einmal aus, doch dann checkte der Australier 76 zum Satzgewinn. Im zweiten Leg lief es dann besser für van Barneveld und er glich mit einem 100er Finish aus.

Im dritten Satz führte van Barneveld nach einem 12 Darter bereits mit 2:0, als Whitlock die Wende mit einem 112er Finish einleiten konnte. Mit einem 11 Darter holte sich Whitlock dann das fünfte Leg und ging erneut in Führung.

"Barney" wird stärker

Nun hatte aber der Niederländer seine beste Phase und er konnte sechs der nächsten sieben Legs für sich entscheiden. Auch ein 160er Finish seines Gegners brachte ihn nicht aus dem Konzept und mit einem 13 Darter brachte sich Barney mit 3:2 zum ersten Mal nach Sätzen in Führung. 48208(DIASHOW: Die Highlights der WM 2009)

Auch das erste Leg im sechsten Satz ging an den Finalisten des vergangenen Jahres und im nächsten Leg verpasste er hauchdünn ein 170er Finish. Whitlock glich mit einem 80er Finish aus und führte dann sogar mit 2:1 in diesem Satz.

"The Wizard" schwächelt

Doch in den nächsten beiden Legs vergab er jeweils einen Dart auf Doppel und so konnte van Barneveld auf 4:2 davonziehen. Der "Wizard? gab aber nicht auf und meldete sich mit einem 116er Finish zurück.

Nachdem Barney dann aber die nächsten beiden Legs gewinnen konnte, sah es schlecht für den Australier aus. Doch er kämpfte weiter, schaffte das Rebreak und er holte sich tatsächlich den Satz mit einem 80er Finish.

Im dritten Leg des achten Satzes schaffte Whitlock dann das Break und er konnte im nächsten Leg die Partie zum 4:4 ausgleichen. Im neunten Leg gab Whitlock dann Vollgas und spielte nach einem 14 Darter ein 141er und ein 124er Finish zur erneuten Führung.

Whitlock macht den Sack nicht zu

Barney zeigte sich wenig imponiert und warf gleich eine 180 zu Beginn des neunten Satzes, doch das Leg ging dann an Whitlock, der ebenfalls ein Maximum in diesem Leg werfen konnte. Damit war Whitlock nun ein Break vorne, doch er machte in dieser Phase den Sack nicht zu und traf zu wenig hohe Scores.

Barney nutzte die Gelegenheit und brachte das Spiel in den entscheidenden Satz. Das erste Leg im elften Satz ging an Whitlock, bevor van Barneveld im zweiten Leg nach 174 und 180 auf dem Weg zum 9 Darter war. Mit einem 14 Darter konnte er dann schließlich ausgleichen und er hatte im nächsten Leg sogar zwei Darts auf Doppel 16, die er aber zum Break vergab.

Whitlock hatte zuvor schon einen Dart verpasst, durfte dann aber noch einmal ans Board treten und traf dann die Doppel 16 zum 2:1. Im vierten Leg stellte sich Whitlock einen Rest von 60, musste aber abwarten, was Barney mit 100 Rest machen würde. Er traf die Treble 20 sofort, vergab dann jeweils einen Dart auf Doppel 20 und auf Doppel 10.

Nun hatte Simon die große Chance zum Sieg, er traf die einfache 20, verpasste dann aber die Doppel 20 mit dem zweiten Dart. Der dritte Dart saß dann sicher in der Doppel 10 zum umjubelten Finaleinzug. ?"Ich konnte es nicht glauben, als die Doppel 10 zum Matchgewinn saß?, sagte Whitlock, "für mich wäre es die Erfüllung eines großen Traums, Weltmeister zu werden, und nun stehe ich so kurz davor.?

Phil Taylor ? Mark Webster 6:0 (3:0,3:1,3:1,3:2,3:0,3:0)

Nach einem sicheren Erfolg über Adrian Lewis kennt das Selbstvertrauen des Phil Taylor keine Grenzen mehr.

Selten zuvor war jemand in einem WM-Halbfinale chancenloser als Mark Webster in dieser Partie. Bereits im ersten Satz zeigte "The Power" die Richtung an, indem er sofort ein Break schaffte und in jedem der drei Legs eine 180 werfen konnte.

In den nächsten beiden Legs konnte sich der Waliser immerhin jeweils ein Leg sichern, doch obwohl Taylor auch leichte Probleme auf Doppel zeigte, geriet er nie Gefahr, diese Sätze zu verlieren. Im vierten Leg ging es dann sogar einmal in das fünfte Leg, doch da war Taylor dann wieder zur Stelle und machte mit einem 13 Darter das 4:0.

Die nächsten beiden Sätze waren dann in sechs Legs beendet und wurden zu einer Demonstration, denn nun traf The Power alles nach Belieben und auch die Doppel saßen sicher. Lediglich beim Matchdart brauchte er einen zweiten Versuch. Vorher saßen alle Doppel sicher und er spielte dabei auch ein 139er und ein 116er Finish.

Somit steht Phil Taylor bei der 17. PDC WM zum 16. Mal im Finale, Mark Webster wird morgen vor dem großen Finale dann das Spiel um Platz 3 gegen Raymond van Barneveld bestreiten.

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